Wer bezahlt die Eheringe in einer Partnerschaft?
Eure Hochzeitsplanung ist in vollem Gange: Die Location steht, das Catering ist gebucht, das Kleid hängt vielleicht schon im Schrank. Doch irgendwann kommt die Frage bei euch auf, die viele Paare oft ins Grübeln bringt: Wer bezahlt eigentlich die Eheringe? Während manche Dinge bei einer Hochzeit klar geregelt scheinen, ist beim Kauf der Eheringe heute vieles offen. Tradition, Romantik und modernes Partnerschaftsverständnis treffen hier aufeinander und das Ergebnis ist so individuell wie das Brautpaar selbst.
Das Wichtigste auf einen Blick
Was die Tradition über den Kauf der Eheringe sagt
Wer sollte in der Tradition die Kosten der Eheringe übernehmen - Mann, Frau oder deren Familien?
Erfahre MehrErbstücke als Trauringe
Teilweise stellt sich die Frage der Bezahlung gar nicht, da die Eheringe als Erbstücke weitergegeben werden und so als Familientradition übernommen werden.
Erfahre mehrWie moderne Paare es handhaben
Heutzutage handhaben es viele nicht mehr traditionell, sondern finden eine Lösung, die für sie am besten passt, ohne Druck und Erwartungshaltungen.
Erfahre mehrGemeinsam aussuchen, gemeinsam einplanen
Viele Paare teilen sich auch in der Partnerschaft die Finanzen und machen es dann im Ringkauf genauso.
Erfahre mehrWas die Tradition über den Kauf der Eheringe sagt
Historisch gewachsen ist die Tradition, dass nahezu alle Kosten der Hochzeit von der Familie der Braut übernommen wurden. Davon ausgenommen waren die Ausstattung des Bräutigams, der Brautstrauß und die Trauringe. Der Bräutigam war also traditionell derjenige, der für die Ringe aufkam, und das aus einem einfachen Grund: Weil der Ringtausch ursprünglich auf einer Tradition basierte, bei der nur ein Ring vom Besitz des Mannes in den der Frau überging, wurden sowohl der Verlobungsring als auch die Eheringe für beide Partner traditionell vom Bräutigam bezahlt.
Wer einen Heiratsantrag macht, kauft also auch den Verlobungsring, diese Logik hat sich bis heute in vielen Köpfen gehalten. Traditionell bezahlt der Mann den Verlobungsring alleine und kauft ihn als Überraschung für einen unangekündigten Antrag. Oft übernahm er im Anschluss auch gleich die Kosten für beide Trauringe.
Erbstücke als Trauringe
Manchmal waren es Erbstücke, die von Generation zu Generation weitergegeben und an den Brautfinger angepasst wurden. Gab es das nicht, wurde in der Familie Gold zusammengesammelt und zum Goldschmied gebracht, der daraus dann einen neuen Ehering fertigte. Diese Praxis zeigt: Der Trauring war schon immer mehr als ein Schmuckstück, er war ein Symbol mit Geschichte, ein Stück Familie. Eheringe gab es bereits in der Antike. Damals trugen verheiratete Frauen einen Ring, der meist aus Eisen bestand. Im Jahre 850 nach Christus wurde der Trauring dann zum Symbol für eine unendliche Liebe.
Wie moderne Paare es handhaben
Die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen das Verständnis von Partnerschaft. Heutzutage steht ein Paar, das heiraten möchte, meistens finanziell auf eigenen Beinen. Beide Partner haben sich beruflich etabliert. Somit kann die Hochzeitsfeier auch vom Brautpaar selbst bezahlt werden. Beim Kauf der Eheringe bedeutet das: Viele Paare entscheiden sich dafür, die finanziellen Verpflichtungen für die Hochzeit gemeinsam zu tragen. Dies spiegelt die gleichberechtigte Partnerschaft und das gemeinsame Engagement für die Ehe wider.Nicht immer ist der Mann der Hauptverdiener in der Familie. In diesen Fällen wird es von vielen modernen Paaren als vollkommen selbstverständlich wahrgenommen, dass die Frau die Kosten für die Eheringe vollständig oder einen Teil übernimmt. Eine feste Regel gibt es schlichtweg nicht mehr.
Wusstest du schon?
Laut einer Umfrage zahlen in Deutschland inzwischen rund 60 % aller Paare die Eheringe gemeinsam aus der gemeinsamen Kasse, Tendenz steigend. Nur noch etwa 25 % der Bräutigame übernehmen die Kosten alleine, so wie es die Tradition einst vorsah. Die restlichen 15 % lösen es kreativ beispielsweise zahlt seinen eigenen Ring selbst. Heute gilt: Gemeinsam heiraten, gemeinsam zahlen.
Gemeinsam aussuchen, gemeinsam einplanen
Ein weiterer Aspekt hat sich verändert: Heute wählt meist der Mann den Verlobungsring aus, bei den Eheringen entscheiden Paare allerdings meist gemeinsam. Die Ringe sollen beide glücklich machen, denn sie begleiten das Paar ein Leben lang. Das gemeinsame Aussuchen beim Juwelier oder Goldschmied ist für viele Brautpaare längst ein schönes Ritual geworden, ein erster gemeinsamer Schritt in Richtung Trauung.
Wer die Eheringe am Ende bezahlt, sollte also am besten ebenfalls gemeinsam besprochen werden. Eine Budgetplanung im Vorfeld kann dabei helfen, die Entscheidung zu erleichtern. Dabei sollten nicht nur die Kosten der Eheringe, sondern auch andere Posten der Hochzeit berücksichtigt werden. Als grobe Orientierung gilt in Deutschland: Deutsche geben zwischen der Hälfte eines Monatsgehaltes und einem kompletten Monatsgehalt für einen Verlobungsring aus.
Fazit: So individuell wie die Partnerschaft selbst
Ob der Bräutigam beide Ringe bezahlt, ob das Brautpaar die Kosten teilt, jeder seinen eigenen Ring kauft oder gar Erbstücke ausgetauscht werden, am Ende gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Es gibt keine feste Regel, wer die Trauringe kauft und bezahlt. Wichtig ist nur, dass ihr als Paar entscheidet, welche Variante sich für es gut anfühlt. Der Diamant, der Edelstein, das Material, das alles sind persönliche Entscheidungen. Und genauso persönlich ist auch die Frage, wer beim Kauf die Kreditkarte zückt. Hauptsache, beide Partner stecken den Ring am Ringfinger mit einem Lächeln auf und tragen ihn ein Leben lang.
Häufig gestellte Fragen
Nein, es gibt keine feste Regel. Früher war es oft so, dass der Bräutigam die Ringe bezahlt hat, aber heute entscheiden Paare das ganz individuell.
Am häufigsten ist, dass beide Partner die Kosten teilen oder die Ringe aus einem gemeinsamen Budget bezahlt werden. Das passt gut zu modernen Partnerschaften, in denen Finanzen gemeinsam geregelt werden.
Traditionell galt, dass der Bräutigam den Verlobungsring zahlt und ebenfalls die Eheringe übernimmt. Diese Tradition stammt aus Zeiten, in denen es klare finanzielle Rollenverteilungen gab.
Viele Paare entscheiden sich bewusst für 50/50-Aufteilung, Zahlung je nach Einkommen (wer mehr verdient, zahlt mehr) oder ein gemeinsames Konto für die Hochzeit.
Das hängt von eurer Situation ab. Gute Ansätze sind, offen über Geld sprechen, gemeinsam ein Budget festzulegen ud eine Lösung zu wählen, die sich für beide gut anfühlt.
Ja, unbedingt! Die Preise für Eheringe können stark variieren, daher ist es sinnvoll, früh über Budget, Stil und die Finanzierung zu sprechen.
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