Hochzeitsbräuche für das Brautpaar: Von blau bis alt, zu geliehen
Der Tag der Hochzeit ist einer der schönsten und bedeutungsvollsten Momente im Leben eines Brautpaares. Rund um die Trauung gibt es unzählige Traditionen und Hochzeitsbräuche, die seit Generationen weitergegeben werden und die Zeremonie zu etwas ganz Besonderem machen. Einer der bekanntesten Bräuche ist dabei das „Something old, something new, something borrowed, something blue" also etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues. Als Braut hast du vielleicht schon davon gehört, aber weißt du auch, was genau dahintersteckt und woher dieser Brauch eigentlich kommt?
In diesem Artikel nehmen wir uns die Zeit, dir alles Wichtige rund um diesen und weitere schöne Hochzeitsbräuche zu erklären, und zeigen dir, wie du ihn ganz einfach und stilvoll in deinen Hochzeitstag integrieren kannst.
Das Wichtigste auf einen Blick
Weitere schöne Hochzeitsbräuche für das Brautpaar
Die schönsten deutschen Hochzeitstraditionen für deine Hochzeit!
Erfahre mehrWas steckt hinter dem bekannten Hochzeitsbrauch?
Der Brauch „Something old, something new, something borrowed, something blue" stammt ursprünglich aus dem viktorianischen England und hat sich seitdem weltweit verbreitet. Jedes der vier Elemente steht dabei symbolisch für etwas: Das Alte symbolisiert die Verbindung zur Vergangenheit und zur eigenen Familie, das Neue steht für den Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt, das Geliehene soll Glück bringen und das Blaue steht traditionell für Treue und Reinheit. Zusammen sollen sie der Braut Glück, Liebe und eine glückliche Ehe bringen.
Auch wenn der Brauch aus England kommt, ist er heute bei Hochzeiten in Deutschland genauso beliebt. Viele Bräute möchten die Tradition erfüllen und gleichzeitig ihren eigenen Stil einbringen. Das Schöne daran ist, dass du dabei völlig frei bist und den Brauch ganz nach deinen Wünschen gestalten kannst.
Etwas Altes: Die Verbindung zu deiner Familie
Das „Something old" steht für die Verbindung zu deiner Vergangenheit und deiner eigenen Familie. Es geht darum, etwas mitzunehmen, das dich an Menschen oder Momente erinnert, die dir wichtig sind. Dabei muss es sich nicht zwingend um ein uraltes Erbstück handeln, auch ein Kleinod deiner Mutter oder Großmutter, ein altes Strumpfband aus der Familie oder ein anderes bedeutungsvolles Accessoire zählt dazu.
Besonders schön ist es, wenn das Alte gleichzeitig eine persönliche Geschichte trägt. Vielleicht hat deine Mutter an ihrem Hochzeitstag denselben Schleier getragen, oder deine Großmutter hat dir ein altes Schmuckstück vererbt, das du jetzt an deinem großen Tag trägst. Diese Momente verbinden Generationen und machen deinen Hochzeitstag zu etwas noch Persönlicherem.
Etwas Geliehenes: Glück von einer anderen Braut
Das „Something borrowed" ist vielleicht der romantischste Teil des Brauchs. Traditionell solltest du dir etwas von einer glücklich verheirateten Frau leihen, denn das soll deren Glück auf dich übertragen. Das kann ein Schmuckstück sein, ein Strumpfband, ein Schleier oder auch etwas ganz Alltägliches wie ein Taschentuch.
Der Gedanke dahinter ist schön: Du nimmst dir ein kleines Stück des Glücks einer anderen Frau mit auf deinen Weg. Gleichzeitig ist das Geliehene auch ein Symbol dafür, dass du nicht allein bist, sondern von Menschen umgeben bist, die dir gut wünschen und dich auf diesem neuen Lebensabschnitt begleiten. Denk daran, das Geliehene nach der Hochzeit zurückzugeben, denn das gehört zur Tradition dazu.
Etwas Blaues: Treue und Reinheit
Blau steht in der Hochzeitstradition für Treue, Reinheit und Liebe. Das „Something blue" ist oft das kreativste Element des Brauchs, denn hier hast du wirklich viele Möglichkeiten. Ein klassisches blaues Strumpfband ist wohl die bekannteste Option, aber auch blaue Ohrringe, ein blauer Brautstrauß oder sogar blaue Details an deinen Schuhen zählen dazu.
Viele Bräute entscheiden sich dafür, das Blaue eher dezent einzubinden, zum Beispiel durch ein kleines blaues Schmuckstück oder ein blaues Detail am Brautkleid, das von außen kaum sichtbar ist. Es muss nicht auffällig sein, es reicht, wenn du weißt, dass es da ist.
Dein blauer Hingucker
Etwas Neues: Der Aufbruch in die neue Zukunft
Das „Something new" steht für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts und für Hoffnung und Optimismus für die Zukunft. Als Braut erfüllst du diesen Teil des Brauchs oft ganz automatisch, denn dein Brautkleid ist meistens neu, deine Schuhe sind neu, und vielleicht hast du dir auch neuen Schmuck für den Hochzeitstag ausgesucht.
Du kannst das Neue aber auch ganz bewusst wählen, zum Beispiel ein neues Parfüm, das du von diesem Tag an mit dem schönsten Moment deines Lebens verbindest. Oder ein Geschenk von deinem Partner, das du an diesem Tag zum ersten Mal trägst. Auch die Eheringe, die ihr euch bei der Trauung ansteckt, symbolisieren den neuen Lebensabschnitt, den ihr gemeinsam beginnt, und sind damit das wohl bedeutungsvollste neue Element des Hochzeitstages.
Weitere schöne Hochzeitsbräuche für das Brautpaar
Neben dem „Etwas altes, etwas neues, etwas geliehenes, etwas blaues" gibt es natürlich noch viele weitere Hochzeitsbräuche, die das Brautpaar in seinen großen Tag einbinden kann. Einige davon kennst du vielleicht schon, andere sind vielleicht neu für dich.
Das Anschneiden der Hochzeitstorte
Das Anschneiden der Hochzeitstorte ist eines der bekanntesten Rituale bei einer Hochzeitsfeier. Traditionell schneiden Braut und Bräutigam gemeinsam das erste Stück an, was symbolisiert, dass sie in Zukunft alles gemeinsam angehen werden. Wer dabei die Hand oben hat, soll angeblich das Sagen in der Ehe haben, aber das ist natürlich nur ein Spaß und völlig veraltet. Das gemeinsame Anschneiden der Torte ist vor allem ein schöner Moment für Fotos und ein erstes gemeinsames Ritual als frisch Vermählte.
Der Polterabend
Der Polterabend am Abend vor der Hochzeit ist ebenfalls ein klassischer Hochzeitsbrauch. Freunde und Familie versammeln sich und werfen Porzellan zu Boden, denn Scherben sollen Glück bringen. Das Brautpaar muss die Scherben anschließend gemeinsam aufkehren, was symbolisiert, dass sie auch in schwierigen Zeiten zusammenhalten werden. Ein schöner Brauch, der die Gemeinschaft stärkt und den Abend vor der Trauung zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.
Der Bräutigam soll die Braut über die Schwelle tragen
Ein weiterer bekannter Brauch ist, dass der Bräutigam die Braut über die Schwelle trägt, wenn das Paar zum ersten Mal gemeinsam in sein neues Zuhause einzieht. Dieser Brauch soll böse Geister fernhalten und der Ehe einen guten Start geben. Ob du diesen Brauch einhältst, bleibt natürlich dir und deinem Partner überlassen, aber viele Paare finden ihn charmant und romantisch.
Der Junggesellenabschied
Bevor es zur Trauung geht, feiern viele Bräute ihren Junggesellenabschied gemeinsam mit ihren Freundinnen. Das ist der perfekte Moment, um noch einmal als unverheiratete Frauen zusammen zu feiern, bevor ein neues Kapitel beginnt. Ob entspannter Wellness-Tag, ausgelassene Party oder ein Wochenende verreisen: Der Junggesellenabschied ist deine Zeit mit deinen Liebsten, bevor alles offiziell wird.
Pfingstrosen Hochzeit
Pfingstrosen bei deiner Hochzeit haben eine ganz bestimmte Bedeutung, denn sie symbolisieren Liebe, Glück und Wohlstand für Braut und Bräutigam. Außerdem stehen sie für eine glückliche, zufriedene Ehe. Am besten passen sie zu einer Frühlingshochzeit, denn das ist ihre Blütezeit. Solltest du keine Frühlingshochzeit planen, musst du die Pfingstrosen auf deiner Hochzeit trotzdem nicht missen, denn es gibt wunderschöne synthetische Alternativen.
Pfennig im Schuh der Braut
Ein alter Brauch, der bis heute auf vielen Hochzeiten gepflegt wird, ist das Tragen einer Münze im Schuh der Braut. Traditionell wird ein Pfenning oder eine andere kleine Münze in deinen Schuh gelegt, bevor du am Tag der Hochzeit das Haus verlässt. Dieser Brauch soll dir als frisch Vermählte Wohlstand und finanzielle Sicherheit für dein neues Eheleben bringen. So trägst du buchstäblich vom ersten Moment deiner Ehe an das Glück mit dir, Schritt für Schritt in euer gemeinsames Leben
Baumstammsägen
Das Baumstammsägen ist einer der bekanntesten und beliebtesten deutschen Hochzeitsbräuche und gehört auf vielen Hochzeiten fest zum Programm. Nach der Trauung, ob in der Kirche oder dem Standesamt, wird dem Brautpaar ein dicker Baumstamm auf einer Sägeböcke präsentiert. Gemeinsam müsst ihr den Stamm mit einer großen Säge durchsägen, was klingt einfacher als es ist. Der Brauch symbolisiert, dass Braut und Bräutigam auch in schwierigen Situationen zusammenhalten und als Team an einem Strang ziehen. Wer dabei die Hand oben hat oder den letzten Zug macht, soll angeblich in der Ehe das Sagen haben, aber das ist natürlich nur ein Spaß. Das gemeinsame Sägen sorgt garantiert für jede Menge Gelächter und anfeuernde Rufe der Gäste und ist ein unvergesslicher Moment am Tag der Hochzeit.
Das Anschneiden der Hochzeitstorte
Das Anschneiden der Hochzeitstorte ist eines der bekanntesten Rituale bei einer Hochzeitsfeier. Traditionell schneiden Braut und Bräutigam gemeinsam das erste Stück an, was symbolisiert, dass sie in Zukunft alles gemeinsam angehen werden. Wer dabei die Hand oben hat, soll angeblich das Sagen in der Ehe haben, aber das ist natürlich nur ein Spaß und völlig veraltet. Das gemeinsame Anschneiden der Torte ist vor allem ein schöner Moment für Fotos und ein erstes gemeinsames Ritual als frisch Vermählte.
Die Brautentführung
Ein Hochzeitsbrauch, der für jede Menge Spaß und Chaos sorgt, ist die Brautentführung. Während der Hochzeitsfeier wird du als Braut heimlich von deinen Freundinnen oder Trauzeuginnen „entführt" und in eine nahegelegene Bar oder ein Restaurant verschleppt. Dein Bräutigam muss dich dann suchen und wenn er dich gefunden hat, die gesamte Zeche für alle Anwesenden bezahlen. Je länger die Suche dauert, desto höher fällt die Rechnung aus. Die Brautentführung zeigt auf humorvolle Weise, dass der Bräutigam bereit ist, für seine Braut alles zu tun und sorgt dabei für unvergessliche Momente am Tag der Hochzeit.
Der Hochzeitstanz
Der Hochzeitstanz ist einer der emotionalsten und schönsten Momente einer jeden Hochzeitsfeier. Als frisch Vermählte betretet ihr gemeinsam die Tanzfläche und eröffnet den Abend mit eurem ganz persönlichen ersten Tanz als Ehepaar. Die Wahl des Liedes ist dabei eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Hochzeitsplanung, denn es begleitet euch ein Leben lang als euer gemeinsames Lied. Ob klassischer Walzer, romantische Ballade oder euer ganz persönlicher Lieblingssong, der erste Tanz als Braut und Bräutigam symbolisiert den Beginn eures gemeinsamen Lebensweges und ist ein Moment, den ihr und eure Gäste niemals vergessen werden.
Inernationale Hochzeitsbräuche
Wusstest du, dass es rund um die Welt noch viele weitere spannende Hochzeitsbräuche gibt? In manchen Kulturen wirft die Braut ihren Strauß in die Menge der unverheirateten Frauen, und wer ihn auffängt, soll die nächste Braut sein. In anderen Traditionen tragen Bräute keine weißen, sondern rote oder farbige Kleider. Und in einigen Ländern gibt es eigene Rituale rund um den Altar, das Anschneiden der Torte oder das gemeinsame Essen als Ehepaar.
Es ist schön zu sehen, wie viele verschiedene Wege es gibt, eine Hochzeit zu feiern und wie jede Kultur ihre ganz eigenen Bräuche und Traditionen hat. Vielleicht findest du ja in einem internationalen Hochzeitsbrauch eine Inspiration, die du in deine eigene Feier einbinden möchtest.
So erfüllst du den Brauch ganz einfach
Du musst nicht stundenlang suchen oder viel Geld ausgeben, um diese Hochzeitsbräuche zu erfüllen. Oft ist alles schon vorhanden, man muss es nur bewusst wahrnehmen. Dein Brautkleid ist neu, deine Schuhe sind neu, und dein Schmuck lässt sich wunderbar als etwas Altes, Geliehenes oder Blaues einsetzen.
Bei Pukka Berlin findest du viele schöne Schmuckstücke, die sich perfekt für diesen Anlass eignen. Ob du dir etwas Blaues suchst, einen neuen Glücksbringer bewusst wählst oder deiner besten Freundin ein Stück leihst, das sie an ihrem Hochzeitstag trägt: Schmuck ist eine der schönsten und zeitlosesten Möglichkeiten, den Brauch zu erfüllen und gleichzeitig einen bleibenden Erinnerungsgegenstand zu schaffen.
Lass dich von der Tradition inspirieren, aber vergiss nicht: Am Ende ist dein Hochzeitstag dein ganz persönlicher Moment. Gestalte ihn so, wie es sich für dich richtig und stimmig anfühlt, denn das ist das Wichtigste.



