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Krappenfassung - wie die Krappen deinen Diamanten ideal im Ring halten

Du willst es traditionell? Die Krappenfassung, auch bekannt als Krallenfassung, zählt zu den beliebtesten und traditionsreichsten Fassungsarten in der Schmuckwelt. Insbesondere bei Diamantringen, Verlobungsringen und klassischen Schmuckstücken gilt sie als Inbegriff zeitloser Eleganz und ermöglicht es, einen Diamant oder Edelstein so zu präsentieren, dass seine gesamte Schönheit zur Geltung kommt. Durch die schmale Konstruktion und die feinen Krappen, die den Stein sicher halten, bleibt der Edelstein nahezu vollständig sichtbar. Genau deshalb wird diese Fassung seit Jahrhunderten geschätzt und immer wieder neu interpretiert.

Das Wichtigste auf einen Blick

Merkmale der Krappenfassung - die Krappen halten den Diamanten fest

Lerne den bekanntesten und funkelndsten Diamantschliff mit seiner hohen Brillanz kennen.

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Geschichte & Entstehung der idealen Fassung für Ringe und anderen Schmuck

Finde heraus, wie die Fassung entstand und im Laufe der Zeit zu einer der beliebtesten Schmuckfassungen wurde.

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Vor- und Nachteile der Krappen am Schmuckstück

Wäge die Pros und Cons der Krappenfassung ab und finde heraus, ob sie zu dir passt.

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Wie kommt die Krappenfassung im Schmuck am besten zur Geltung?

Erkunde, welche Gestaltungsmöglichkeiten die Fassungsvariante bietet.

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Merkmale der Krappenfassung - die Krappen halten den Diamanten fest

Die Krappenfassung zeichnet sich durch ihre offene, elegante Struktur aus, bei der der Diamant oder Edelstein von mehreren feinen Metallklauen – den sogenannten Krappen – gehalten wird. Diese Krappen greifen rund um die Rundiste des Steins und werden am oberen Ende leicht gebogen, sodass sie den Stein sicher fixieren, ohne seine Form oder Brillanz zu verdecken. Je nach Design und Größe des Edelsteins kommen unterschiedliche Krappenzahlen zum Einsatz:

  • Drei Krappen sind häufig für tropfenförmige oder dreieckige Steine geeignet
  • Vier Krappen wirken besonders harmonisch bei runden oder ovalen Schliffen
  • Die klassische und sicherste Variante ist jedoch die 6 Krappen Fassung, bei der der Stein besonders stabil sitzt und auch bei täglichem Tragen zuverlässig gehalten wird.

Durch die reduzierte Menge an Edelmetall ermöglicht die Krappenfassung einen außergewöhnlich hohen Lichteinfall. Dieser freie Zugang von allen Seiten lässt den Stein intensiver funkeln, verleiht ihm mehr optisches Volumen und betont seine natürliche Schönheit. Gleichzeitig bleibt ein Großteil des Edelsteins sichtbar, was vor allem bei hochwertig geschliffenen Diamanten oder farbigen Edelsteinen ein wesentlicher Vorteil ist. Die Krappen können unterschiedlich geformt sein – schmal, breit, spitz oder rund – und werden präzise an die Schliffform und Größe des Steins angepasst, sodass sie weder den Glanz mindern noch die Ästhetik des Schmuckstücks beeinträchtigen.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Vielseitigkeit: Die Krappenfassung eignet sich für nahezu alle Schliffformen, darunter Brillantschliff, Ovalschliff, Smaragdschliff oder Tropfenform. Sie wirkt leicht, filigran und gleichzeitig hochwertig. Durch die freie Gestaltung der Krappen lassen sich unterschiedlichste Stile realisieren – von klassisch über romantisch bis hin zu modern. In Kombination mit anderen Fassungsarten, wie Pavé- oder Zargenfassungen, entsteht zudem ein harmonisches Gesamtbild, bei dem der mittlere Stein besonders gut zur Geltung kommt.

Geschichte und Entstehung des Rings mit Krappenfassung 

Heute ist die Krappenfassung international anerkannt und weit verbreitet, doch ihre Ursprünge reichen weit zurück. Erste Formen dieser Fassung lassen sich bereits im Mittelalter finden, als Goldschmiede begannen, Edelsteine nicht mehr nur flach oder in geschlossenen Fassungen zu verarbeiten, sondern sie mit Metallklauen zu fixieren. Diese frühen Varianten dienten jedoch weniger dem Lichteinfall, vielmehr ging es darum, den Edelstein sichtbar zu halten, während er dennoch fest im Metall saß. Die Werkzeuge waren noch grob, und die damaligen Schliffe eher rudimentär, doch die Grundidee der „Krallen“, die den Stein halten, war bereits vorhanden.

Im Laufe der Renaissance und des Barock entwickelten sich Goldschmiedetechniken weiter. Edelsteine wurden nun präziser geschliffen und beliebter als dekorative Elemente in kunstvollen Schmuckstücken. Zu dieser Zeit experimentierten Handwerker verstärkt mit Fassungen, die einen besseren Blick auf den Stein ermöglichten. Trotzdem blieb die Zargenfassung lange vorherrschend, da sie als besonders sicher galt. Erst als sich im 18. und 19. Jahrhundert brillante Schliffformen entwickelten, wuchs das Interesse an offeneren Fassungsarten, die den Lichteinfall maximierten.

Einen entscheidenden Durchbruch erlebte die Krappenfassung jedoch im 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industrialisierung neue, präzisere Werkzeuge verfügbar wurden. Goldschmiede konnten nun feinere Krappen herstellen, die sicher und gleichzeitig filigran genug waren, um nicht den Blick auf den Stein zu verdecken. Die Beliebtheit nahm weiter zu, als die großen Schmuckhäuser Europas und später Amerikas begannen, die Krappenfassung bei hochwertigen Diamantringen einzusetzen.

International bekannt wurde die Fassung vor allem durch die Entwicklung des modernen Rundbrillantschliffs (1919) und den darauf folgenden Trend zur Solitär-Ästhetik. Ein Meilenstein war die Vermarktung des Solitärrings in der ikonischen 6-Krappen-Variante, die den Diamanten fast schwebend erscheinen lässt. Diese Form setzte neue Maßstäbe, da sie den Stein nicht nur sicher fixiert, sondern ihm durch den optimalen Lichteinfall eine intensive Brillanz verleiht. Besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Krappenfassung zum Synonym für klassische Diamantverlobungsringe.

Mit dem Aufkommen moderner Schmuckdesigns im 20. Jahrhundert, unterstützt durch CAD-Technik und präzisere Metallbearbeitung, wurde die Krappenfassung weiter perfektioniert. Heute zählen Varianten wie 4-Krappen-, 6-Krappen-, Doppelkrappen- oder filigrane Mikrokrappenfassungen zu den meistverwendeten Fassungsarten weltweit. Trotz ihrer langen Geschichte wirkt die Krappenfassung zeitlos und modern – ein Grund, weshalb sie sowohl in luxuriösen Haute-Joaillerie-Stücken als auch in schlichten Alltagsringen zu finden ist.

Vor- und Nachteile der Krappen am Schmuckstück 

Die Krappenfassung ist nicht ohne Grund eine der beliebtesten Fassungsarten für Diamanten und Edelsteine. Ihr größter Vorzug liegt im offenen Design, das nur wenige Metallpunkte um den Stein herum benötigt und dadurch einen außergewöhnlich hohen Lichteinfall ermöglicht. Dieser freie Zugang zum Edelstein sorgt dafür, dass besonders Diamanten in dieser Fassung maximal funkeln können. Die Brillanz wird gesteigert, weil Licht ungehindert in den Stein eintreten und reflektiert werden kann. Gleichzeitig wirkt das Schmuckstück leichter und eleganter, da kaum Metall die Sicht auf den Edelstein verdeckt. Zudem zeichnet sich doe Fassung durch ihre Vielseitigkeit aus. Sie eignet sich für fast alle Schliffformen und lässt sich optimal an runde, ovale oder eckige Formen anpassen. Außerdem wirkt der Stein bei einer Krappenfassung optisch größer, da er durch die reduzierte Metallumrahmung nahezu schwebend erscheint. Auch Reparaturen oder das Reinigen des Edelsteins sind vergleichsweise unkompliziert, da der Stein gut zugänglich bleibt.

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Allerdings besteht, da der Edelstein nur an wenigen Punkten gehalten wird, prinzipiell ein etwas höheres Risiko, dass sich eine der Krappen verbiegt oder mit der Zeit abnutzt. Besonders bei häufigem Tragen kann eine beschädigte Krappe den Halt des Steins beeinträchtigen, weshalb regelmäßige Kontrollen durch einen Juwelier empfohlen werden. Zudem bietet die Krappenfassung weniger Schutz vor Stößen als beispielsweise eine Zargenfassung, die den Stein vollständig umschließt. Bei empfindlicheren Edelsteinen oder bei Menschen, die ihren Schmuck täglich und unter erhöhten Belastungen tragen, kann dies ein relevanter Faktor sein. Auch das Risiko, mit den Krappen an Kleidung oder feinen Stoffen hängen zu bleiben, ist etwas größer, insbesondere wenn die Krappen nicht perfekt geglättet oder der Form des Steins angepasst wurden.

Wie kommt die Krappenfassung im Schmuck am besten zur Geltung?

Eine Krappenfassung eignet sich besonders, wenn ein Edelstein alle Aufmerksamkeit erhalten soll. Bei Verlobungsringen wirkt sie ideal, weil sie die emotionale Bedeutung des einzelnen Steins perfekt unterstreicht. Besonders beliebt ist eine Kombination aus:

  • 4 Krappen für filigrane, moderne Designs
  • 6 Krappen für mehr Sicherheit und einen runden, harmonischen Gesamteindruck
  • 3 Krappen für tropfenförmige oder dreieckige Steine

Die Fassung passt ausgezeichnet zu Brillantschliff, Ovalschliff oder Smaragdschliff und harmoniert gut mit Weißgold, Gelbgold oder Platin.

Durch ihre leichte Bauweise eignet sie sich hervorragend für Ringe, die täglich getragen werden sollen, solange die Krappen regelmäßig kontrolliert werden. Auch in Anhängern oder Ohrringen sorgt sie dafür, dass der Betrachter möglichst viel vom Stein sieht.

Tipp:

Die Kombination aus Krappen- und Pavéfassung, oder seitlichen Steinen sorgt bei Ringen mit schmalen Schultern oder kleineren Edelsteinen für einen zusätzlichen Hauch von Brillanz. Ideal, wenn du traditionellen Stil mit einem Hauch von Glamour verbinden möchtest. 

Fazit: Der Klassiker unter den Fassungen 

Die Krappenfassung ist eine beliebtesten Fassungsarten weltweit - und das hat sie sich verdient. Sie verbindet maximale Brillanz, hohe Flexibilität bei Design und Form, leichte Optik und guten Halt für nahezu jeden Diamant oder Edelstein. Ihre lange Geschichte, von frühen mittelalterlichen Techniken bis hin zu modernen, präzisen Fassungen, macht sie zu einem zeitlosen Klassiker der Schmuckwelt.

Wer einen Ring sucht, bei dem der Stein im Mittelpunkt steht und seine volle Leuchtkraft entfalten soll, trifft mit der Krappenfassung die ideale Wahl. Ob drei, vier oder 6 Krappen, entscheidend ist, dass der Stein sicher sitzt und perfekt präsentiert wird. Für Verlobungsringe, Solitärringe und hochwertige Schmuckstücke ist diese Fassung nach wie vor unübertroffen.

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Häufig gestellte Fragen

Die Krappenfassung ist eine der beliebtesten Fassarten, bei der mehrere kleine Metallarme („Krappen“) den Edelstein festhalten. Sie lässt den Stein besonders frei wirken und maximiert den Lichteinfall.

Die gängigsten Varianten haben 4 oder 6 Krappen. Vier Krappen lassen mehr Licht durch und betonen die Form des Steins, während sechs Krappen mehr Sicherheit bieten – besonders bei teuren oder großen Diamanten.

Ja, sie ist sicher, wenn sie gut gearbeitet ist. Mit der Zeit können sich Krappen jedoch abnutzen oder verbiegen. Regelmäßige Kontrolle durch einen Juwelier wird empfohlen, um einen Verlust des Steins zu vermeiden.

Sie eignet sich für nahezu alle Edelsteine, vor allem für Diamanten in Verlobungsringen. Besonders beliebt ist sie bei Rund-, Oval-, Princess- oder Tropfenformen, da die Krappen flexibel angepasst werden können.

Sie sorgt für maximalen Lichteinfall, stärkt das Funkeln des Steins und wirkt optisch sehr elegant. Außerdem erscheinen Diamanten durch die offene Konstruktion oft größer.

Krappen können sich verhaken, verbiegen oder mit der Zeit abnutzen. Zudem liegt der Stein relativ frei, sodass empfindliche Edelsteine anfälliger für Stöße sein können.