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Verschnittfassung: Moderne Fassarten für Diamanten

Die Kunst der Edelsteinfassung ist so alt wie der Schmuck selbst. Unter all den unterschiedlichen Fassarten, die Juweliere und Edelsteinfasser heute anwenden, zählt die Verschnittfassung zu den technisch anspruchsvollsten und gleichzeitig ästhetisch beeindruckendsten. Diese besondere Fassung, die auch als „Verschnitt" bezeichnet wird, ermöglicht es, Edelsteine direkt in das Schmuckstück einzusetzen und ihnen ein harmonisches, durchgehendes Funkeln zu verleihen. Ob für Trauringe, Eheringe, Verlobungsringe oder fein gearbeitete Schmuckkreationen, die Verschnittfassung überzeugt durch ihre Qualität, ihre Traditionsverbundenheit und ihr einzigartiges Design.

Das Wichtigste auf einen Blick

Merkmale der brillanten Verschnittfassung

Erfahre, was die Verschnittfassung auszeichnet und woran man sie erkennt.

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Geschichte & Entstehung der Fasstechnik

Entdecke die geschichtliche Entwicklung und die Herkunft der Fassung.

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Vor- und Nachteile der Diamantenfassung

Lerne welche Besonderheiten diese spezielle Fassungstechnik mit sich bringt und finde herraus, ob sie deinen Vorstellungen entspricht.

Wie kommt die Verschnittfassung im Schmuck am besten zur Geltung?

Hier werden die verschiedenen Varianten aufgezeigt, in denen die Verschlifffassung zum Einsatz kommt.

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Merkmale der brillanten Verschnittfassung 

Die Verschnittfassung ist eine Fassart, bei der der Edelstein in eine vorbereitete Nut eingesetzt wird. Der Goldschmied oder Juwelenfasser fräst oder ritzt in das Edelmetall zunächst eine exakt definierte, kleine Vertiefung – also ein Loch gebohrt oder eine eingefräst Nut – in die das Schmuckstück eingesetzt wird. Anschließend wird der Stein durch einreiben und arbeiten mit dem Stichel rund um die Rundiste des Edelsteins fixiert. Beim Verschnitt wird der Stein gedrückt und schließlich mit winzigen Körnern oder Millegriffes gehalten, die aus dem Metallrand herausgearbeitet werden.

Die Edelsteine liegen dicht an dicht, was den Eindruck eines durchgehenden Funkelns erzeugt. Diese besondere Anordnung der Edelsteine wirkt ähnlich wie bei einer Pavé Fassung oder einer eingeriebenen Fassung, doch die Verschnitt-Technik ist deutlich komplexer. Weil die Edelsteine direkt in das Schmuckstück eingefasst sind und von Edelmetall umgeben werden, entsteht ein fester und sicherer Halt, der zugleich eine elegante Optik ermöglicht.

Die Verschnittfassung eignet sich besonders für kleinere Steine, die in Reihen oder Mustern angeordnet werden sollen. Oft wird sie in Trauringen, Eheringen und hochwertigen Verlobungsringen verwendet, wo sich die Edelsteine gleichmäßig über das Ringband verteilen und ein glänzender Akzent entsteht. Die Fassart lässt sich mit Gold, Platin, Palladium oder anderen Edelmetallen kombinieren und bietet eine große Vielfalt für einzigartige Designs.

Geschichte & Entstehung der Fasstechnik

Die Geschichte der Verschnittfassung reicht weit zurück in die Tradition der europäischen Goldschmiedekunst. Schon früh nutzten Edelsteinfasser und Goldschmiede Techniken, bei denen Edelsteine direkt in Metalle eingerieben wurden, um sie ohne sichtbare Krappen zu befestigen. Mit der Weiterentwicklung präziser Werkzeuge, wie Stichel, Fasserhammer und Korneisen, wurde die Verschnitt-Technik schließlich zu einer eigenständigen Fassart.

Besonders im 18. und 19. Jahrhundert gewann der Verschnitt an Popularität, als Juwelenfasser begannen, Diamanten und Edelsteine dichter an dicht zu setzen, um die Brillanz zu verstärken. Die Technik findet sich in historischen Eheringen ebenso wie in prachtvollem Hofschmuck.

Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Verschnittfassung weiter:

  • Zunächst als Teil der Karmoisierung, bei der Steine vollständig vom Metall umschlossen wurden.
  • Später als präzisere Variante in der modernen Fasstechnik.
  • Heute gehört sie zu den anspruchsvollsten Fassarten und wird von erfahrenen Fasserinnen und Fassern gemeistert, die teils jahrelange Ausbildung durchlaufen.

Die Kombination aus traditioneller Handwerkskunst und modernen Werkzeugen macht die Verschnittfassung zu einer Kunstform, die in hochwertigen Trauringen, Eheringen und exklusiven Schmuckstücken unverändert beliebt ist.

Vor- und Nachteile der Diamantenfassung

Die Fassung ermöglicht eine besonders gleichmäßige Anordnung der Edelsteine, wodurch ein brillanter, durchgehender Glanz entsteht. Da die Edelsteine direkt in das Schmuckstück eingesetzt werden, sitzen sie fest und sicher. Mit der Verschnitt-Technik kann der Juwelier vermeiden, dass der Stein wackelt oder sich löst. Zudem erhält der Edelstein zusätzlichen Schutz durch die enge Verbindung zwischen Edelstein und Metall. Scharfe Kanten oder sensible Stellen des Steins, besonders bei empfindlicheren Edelsteinschliffen, werden durch das umliegende Metall abgesichert. Gleichzeitig gewährleistet die Fassart eine moderne, elegante Optik, die sich hervorragend für zeitlose Designs eignet. Die Verschnittfassung wird häufig für Platin, Weißgold, Gelbgold und Palladium genutzt, wobei jedes Edelmetall seinen eigenen Charakter einbringt. Diese Fassart ermöglicht zudem spannringoptik-ähnliche Effekte, wenn die Edelsteine über das gesamte Ringband verteilt werden.

Trotz ihrer Vorteile gibt es auch Herausforderungen. Die Verschnittfassung ist arbeitsintensiv und erfordert viel Erfahrung, es genügt nicht, einen Stein einfach „einzufassen“. Der Juwelenfasser muss äußerst präzise arbeiten, da eine falsche Nut, ein zu tief gebohrtes Loch oder falsch gesetzte Körner den Edelstein beschädigen könnten.  Außerdem eignet sich die Fassart weniger für sehr große Edelsteine. Der Lichteinfall kann geringer sein als bei einer Krappenfassung, da der Edelstein stärker vom Edelmetall umgeben ist. Wer maximale Brillanz wünscht, muss die Wahl der Fassung sorgfältig treffen und sich vom Juwelier beraten lassen.

Wie kommt die Verschnittfassung im Schmuck am besten zur Geltung?

Die Verschnittfassung entfaltet ihre Schönheit besonders in Ringe, ob als Trauring, Ehering oder Verlobungsring. Sie wirkt hervorragend bei durchgehend mit Edelsteinen besetzten Ringschienen und schafft ein edles, harmonisches Gesamtbild. Dank der verschnitt-typischen Anordnung können Edelsteine direkt in das Schmuckstück eingelassen werden, sodass der Ring wie aus einem Guss wirkt.

Auch in Kombination mit anderen Fassarten wie Kanalfassung, Pavé oder Zargenfassung entstehen eindrucksvolle Designs. Kleine Edelsteine, die dicht an dicht sitzen, bringen ein intensives Funkeln und erzeugen ein luxuriöses Erscheinungsbild. Besonders moderne Schmuckstücke und exklusive Kollektionen setzen heute auf diese Fassart, da sie eine edle, zugleich unaufdringliche Eleganz bietet.

Unser Tipp:

Da die Fassung weniger Metall sichtbar lässt, benötigt sie regelmäßige Reinigung. Ein weicher Pinsel und Seifenwasser hält die kleinen Steine maximal funkelnd und verhindert, dass Schmutz das Licht blockiert.

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Häufig gestellte Fragen

Die Verschnittfassung ist eine Fassart, bei der der Edelstein direkt in das Schmuckstück eingesetzt und anschließend durch fein verschobenes Metall fixiert wird. Dabei wird der Stein mit einem Stichel oder Korneisen eingedrückt bzw. eingerieben, sodass er sicher gehalten wird, ohne sichtbare Krappen.

„Verschneiden“ bezeichnet die fasstechnische Bearbeitung des Metalls rund um den Edelstein, bei der der Edelsteinfasser winzige Körner oder Kügelchen aus dem Edelmetall formt, die die Rundiste umschließen. Diese Technik erfordert große Präzision und Erfahrung.

Sie eignet sich vor allem für kleinere Steine, für Trauringe, Eheringe, Pavé-Designs, Musterverschnitte und filigrane Schmuckstücke, bei denen ein durchgehender, funkelnder Eindruck gewünscht ist. Auch in Verlobungsringen kommt sie vor, vor allem als dekorative Ergänzung.

Sehr sicher – vorausgesetzt, ein erfahrener Juwelenfasser oder Edelsteinfasser führt die Arbeit aus. Das Metall wird über die Rundiste des Steins gedrückt oder eingerieben, wodurch eine stabile und dauerhafte Fixierung entsteht.

Ja, sie eignet sich für viele Schliffformen. Besonders häufig werden Brillanten, kleine runde Steine oder carré-geschliffene Edelsteine verwendet, da sie sich ideal anordnen lassen.

Bei guter Verarbeitung und richtiger Pflege hält sie viele Jahrzehnte. Schmuckstücke mit Verschnitt aus historischen Epochen zeigen, dass diese fasstechnik äußerst langlebig ist.

Fazit: Die richtige Fassung für stilbewusste Liebhaber

Die Verschnittfassung ist eine faszinierende Fassart, die Präzision, Handwerkskunst und zeitlose Schönheit vereint. Sie eignet sich besonders für kleine Edelsteine, die dicht an dicht ein glitzerndes Gesamtbild erzeugen. Der Edelsteinfasser nutzt feine Werkzeuge, um die Edelsteine sicher und elegant einzufassen, wodurch ein fester Halt und ein beeindruckender optischer Effekt entstehen. Sie verleiht jedem Ring und jedem Edelmetall eine luxuriöse Ausstrahlung. Wer Wert auf ein einzigartiges Design, eine sichere Einfassung und eine harmonische Brillanz legt, trifft mit dieser Fassart eine hervorragende Wahl.