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Der Altschliff  - Vorläufer des Brillantschliffs, der antike Diamant

Der Altschliff Diamant, auch bekannt als "Old European Cut", vereint zeitlose Eleganz und den nostalgischen Charme vergangener Epochen. Ihm wohnt ein Funkeln inne, das nicht nur durch die einzigartige Brillanz, sondern durch Geschichte beeindruckt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Eine nostalgisch anmutende Schliffform für deinen Diamantschmuck

Lerne den historischen Vorgänger des Brillantschliffs kennen.

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Merkmale des Altschliff-Diamanten (Old European Cut)

Wie du den Altschliff erkennst und was ihn ausmacht.

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Geschichte des Altschliffdiamanten - Wie durch den Altschliff Diamanten ihre Brillanz gewannen 

Erfahre mehr über die Entstehung des Old European Cut.

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Vor- und Nachteile vom Altschliffdiamant

Hier findest du heraus, was für und gegen den Schliff spricht und ob er zu dir passt.

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Eine nostalgisch anmutende Schliffform für deinen Diamantschmuck

Wenn du deinem Schmuckstück Persönlichkeit, Tradition und eine zeitlose Ästhetik verleihen möchtest, dann sind Altschliff-Diamanten eine hervorragende Wahl. Altschliff (oft auch unter Begriffen wie „Altmeisterschliff“, „Old European Cut“ oder „Altschliff-Diamant“ bekannt) bezeichnet eine Reihe von historischen Schliffen, die vor dem modernen Brillantschliff entstanden sind. Sie verbinden Handwerkskunst, Geschichte und eine ganz eigene Ausstrahlung und eignen sich ideal für Ringe, Anhänger oder Ohrringe mit Charakter.

Merkmale des Altschliff-Diamanten (Old European Cut)

Ein Altschliff-Diamant ist, ein runder Diamant, der zwischen etwa 1890 und 1930 geschliffen wurde und als stilistischer Vorgänger des modernen Brillantschliffs gilt. Charakteristisch für diesen sogenannten „Old European Cut“ sind seine besonderen Proportionen und die handwerkliche Schlifftechnik, die ihm einen unverwechselbaren Charme verleihen.

Typisch für den Altschliff ist eine kleine Hauptfacette (Tafel), die mit etwa 38 bis 45 Prozent deutlich kleiner ausfällt als bei modernen Brillanten, deren Tafelgröße meist zwischen 53 und 58 Prozent des Durchmessers liegt. Zudem besitzt der Altschliff-Diamant einen hohen Kronenaufsatz und einen tieferen Unterkörper, was dem Stein insgesamt mehr Tiefe und Volumen verleiht. Ein weiteres markantes Merkmal ist die gut sichtbare Kalette (Culet), die Facette am unteren Ende des Steins, die häufig größer und beim Blick von oben als kleines dunkles Pünktchen erkennbar ist.

Die Facetten des Altschliffs sind meist größer und weniger regelmäßig als bei modernen, maschinell gefertigten Schliffen. Dadurch entsteht ein lebendigeres, aber sanfteres Lichtspiel. Auch die Form des Steins ist oftmals leicht unregelmäßig. Die Rundiste ist zwar vorhanden, jedoch nicht immer vollkommen kreisrund, da die Steine damals noch von Hand geschliffen wurden. Das Ergebnis ist ein Diamant mit weicherer Brillanz und einem nostalgischen Funkeln, das an das warme Licht vergangener Zeiten erinnert. Diese besonderen Eigenschaften machen den Altschliff-Diamanten zu einer guten Wahl für Schmuckstücke, die Tradition und zeitlose Ästhetik vereinen.

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Geschichte des Altschliffdiamanten - Wie durch den Altschliff Diamanten ihre Brillanz gewannen 

Die Geschichte des Altschliff-Diamanten beginnt im späten 19. Jahrhundert. Der „Old European Cut“ gilt als direkter Vorläufer des modernen Brillantschliffs und markiert den Übergang zwischen traditioneller Handwerkskunst und der späteren, technisch perfektionierten Diamantverarbeitung.

Um das Jahr 1910 und in den folgenden Jahrzehnten war der Altschliff weit verbreitet. Er fand besonders in Schmuckstücken wie Diamantringen und Platin-Verlobungsringen Verwendung, bevor der moderne Brillantschliff seinen Siegeszug hatte. Zu dieser Zeit war das Schleifen noch reine Handarbeit und jeder Stein wurde individuell bearbeitet. Edelsteinschleifer richteten sich beim Schliff nach dem warmen Schein von Kerzenlicht, da elektrisches Licht noch keine Selbstverständlichkeit war. Dadurch unterschieden sich die Proportionen deutlich von heutigen Schliffformen. Die Kronenhöhe war meist größer, die Tafel kleiner und der Unterkörper tiefer.

Die Schmuckstile jener Epoche, insbesondere der Edwardian- und der Art Deco-Stil (ca. 1900–1930), machten sich den Altschliff zunutze und kombinierten ihn häufig mit Edelmetallen wie Weißgold oder Platin. Ein klassischer Solitär-Diamantring mit einem Altschliff-Diamanten in Platinfassung ist ein typisches Beispiel für diese Zeit. Mit dem Einzug moderner Schleifmaschinen und der zunehmenden Standardisierung des Diamanthandwerks begann schließlich die Ära des modernen Brillantschliffs, der durch präzise berechnete Proportionen und maximale Brillanz überzeugt, eine konsequente Weiterentwicklung des charmanten, historischen Altschliffs.

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Vor- und Nachteile vom Altschliffdiamant

Ausstrahlung & Nachhaltigkeit

Der Altschliff-Diamant besitzt eine Ausstrahlung, die ihn deutlich von modernen Brillantschliffen unterscheidet. Sein größter Vorteil liegt in seinem unverwechselbaren Charakter. Jeder Stein ist ein Unikat, das von handwerklicher Kunstfertigkeit und individuellen Proportionen geprägt wird. Durch die größeren Facetten und die besondere Schlifftechnik entsteht ein sanftes, warmes Funkeln, das besonders unter Kerzen- oder warmem Licht seine volle Wirkung entfaltet, so wie zu der Zeit, in der der Schliff entstand. Dieses nostalgische Feuer verleiht Schmuckstücken einen antiken, romantischen Hauch und macht sie zu echten Blickfängen.

Dieser Diamantschliff ist ideal für Liebhaber von Vintage- oder Antikschmuck. Zudem sind Altschliff-Diamanten oft nachhaltiger, da sie aus historischen Schmuckstücken stammen und wiederverwendet werden, anstatt neu geschliffen zu werden.

Geringere Brillanz & erschwertes Anpassen

Im Vergleich zu modernen Brillantschliffen weist er allerdings meist eine geringere Brillanz auf, da seine Schliffproportionen nicht auf maximale Lichtreflexion optimiert sind. Das Funkeln ist subtiler und weicher, was zwar seinen Reiz ausmacht, aber weniger intensiv wirkt als bei heutigen, maschinell perfekt geschliffenen Diamanten. Die von Hand geschliffenen Steine sind oft nicht vollkommen symmetrisch und Rundiste, Facetten oder Kalette können leicht unregelmäßig sein. Für Liebhaber, die exakte Formen und standardisierte Maße bevorzugen, kann dies ein Nachteil sein.

Zudem ist das Umschleifen oder Fassen eines Altschliff-Diamanten anspruchsvoll und sollte nur von erfahrenen Juwelieren oder Edelsteinschleifern durchgeführt werden, um den historischen Charakter und die Substanz des Steins zu bewahren.

Zur Kette

Tipp:

Beim Kauf eines Altschliff-Diamanten achte besonders auf die Proportionen und die Größe der Kalette – je harmonischer diese Merkmale wirken, desto schöner zeigt sich das sanfte, nostalgische Funkeln, das den Altschliff so einzigartig macht.

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Fazit

Ein Altschliff-Diamant (Old European Cut) ist mehr als nur ein Edelstein, er ist ein Stück Schmuckgeschichte. Durch seine charakteristischen Proportionen (kleine Tafel, hoher Kronenaufsatz, sichtbare Kalette) unterscheidet er sich deutlich vom modernen Brillantschliff und verleiht Schmuckstücken einen nostalgischen Charme und eine individuelle Ausstrahlung. Wer ein Schmuckstück mit Persönlichkeit, Handwerkskunst und zeitloser Eleganz sucht, findet im Altschliff-Diamanten eine hervorragende Wahl. Wer hingegen maximale Brillanz und das typische „Funkeln“ moderner Schliffe wünscht, kommt möglicherweise eher mit einem runden Brillanten im modernen Brillantschliff auf seine Kosten. In beiden Fällen gilt: Beratung durch erfahrene Juweliere und Schleifer, gute Fassung (z. B. Platin oder Weißgold) und ein Blick auf Proportionen, Rundiste und Kalette machen den Unterschied.

Häufig gestellte Fragen

Ein Altschliff (auch Old European Cut oder Old Mine Cut) ist ein historischer Diamantschliff, der vor allem vor 1930 per Hand geschliffen wurde und sich durch eine größere Kalette, eine weichere Rundung und ein romantisch-warmes Funkeln auszeichnet.

Der Altschliff hat weniger standardisierte Proportionen, eine etwas höhere Krone und eine größere Kalette. Dadurch funkelt er weicher und weniger „blitzend“ als ein moderner Brillant.

Sie bieten einen einzigartigen Vintage-Charme, echten historischen Charakter und passen hervorragend zu antiken oder im Retro-Stil gestalteten Schmuckstücken.

Ja, da sie nicht mehr traditionell hergestellt werden. Viele stammen aus geerbten Stücken oder werden aus alten Schmuckstücken neu gefasst.

Auf gute Symmetrie, möglichst klare Facetten, Proportionen, die zum gewünschten Stil passen, und darauf, dass der Stein nicht zu dunkel wirkt – manche historische Steine zeigen einen geringeren Lichtdurchlass.

Altschliffe werden häufig in Verlobungsringen, Art-déco-Ringen oder historischen Schmuckkreationen verwendet, die den klassischen, eleganten Look unterstreichen.