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Marquise Schliff (Navette Schliff) - Royale Diamanten für Verlobungsringe

Der Marquise-Schliff, auch als Navette Schliff bekannt, gehört zu den romantischsten Diamantformen der Schmuckwelt. Seine längliche Schliffform mit ihren charakteristischen spitzen Enden vereint königliche Tradition mit zeitloser Brillanz und macht jedes Schmuckstück zu einem außergewöhnlichen Highlight. Besonders Verlobungsringe oder Eheringe erleben mit dem Marquise-Schliff derzeit ein beeindruckendes Revival, denn seine einzigartige Form lässt den Diamanten bei gleichem Karatgewicht größer wirken als runde Diamanten und verleiht den Fingern eine schlanke, elegante Silhouette.

Der Marquise Diamant ist nicht nur ein optischer Hingucker, sondern trägt auch eine faszinierende Geschichte in sich, die bis in die königlichen Salons des 18. Jahrhunderts zurückreicht. Ob als Solitär in einem Ring, in einer glamourösen Halo-Fassung oder als Teil hochwertigen Diamantschmucks – der Marquise-Schliff strahlt eine einzigartige Eleganz aus, die ihn von anderen Diamantformen abhebt. Investieren in einen oval anmutenden Diamanten mit Marquise-Schliff bedeutet, sich für ein Schmuckstück zu entscheiden, das Tradition, Romantik und moderne Raffinesse perfekt vereint.

Das Wichtigste auf einen Blick

Der Marquise Diamant und wie man ihn erkennt 

Was macht den Marquise Schlifs so besonders und woran erkennt man ihn?

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Geschichte & Entstehung des royalen Navette Schliffs

Erfahre dich darüber, wie wegen einer Liebesgeschichte ein komplett neuer Diamantenschliff geschaffen wurde.

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Vor- und Nachteile von Marquise-Schliff Diamantformen

Finde heraus ob und warum diese Schlifform für dich oder deine Liebsten geeignet sein könnte.

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Wie kommt der Marquise-Schliff am besten im Schmuck zur Geltung?

Hier zeigen wir dir, wie vielfältig der Marquise Schliff eingesetzt werden kann und wie er am besten zur Geltung kommt.

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Der Marquise Diamant und wie man ihn erkennt 

Der Marquise Schliff zeichnet sich durch seine längliche, elliptische Form mit zwei markanten spitzen Enden aus, die ihm sein unverwechselbares Erscheinungsbild verleihen. Diese Schliffform wird häufig als "bootsförmig" oder "augenförmig" beschrieben und gehört zu den sogenannten Fancy Cuts – also allen Diamantformen, die vom klassischen runden Brillanten abweichen. Ein Marquise Diamant besteht typischerweise aus 56 bis 58 fachmännisch platzierten Facetten, die das Licht optimal reflektieren und für eine beeindruckende Brillanz sorgen.

Ein wesentliches Merkmal des Marquise Schliffs ist sein ideales Länge-zu-Breite-Verhältnis, das zwischen 1,75 und 2,25 liegen sollte. Die meisten Menschen bevorzugen ein Verhältnis von etwa 1,7 bis 2,2, da dies dem Stein eine harmonische, ausgewogene Proportion verleiht. Bei zu niedrigen Verhältnissen kann der Diamant gedrungen und "pummelig" wirken, während sehr hohe Verhältnisse die Brillanz beeinträchtigen können. Die längliche Form des Marquise-Schliffs hat den großen Vorteil, dass sie den Stein optisch vergrößert – ein Marquise Diamant wirkt bei gleichem Karatgewicht tatsächlich etwa 15 Prozent größer als ein runder Diamant. Diese optische Täuschung macht den Marquise-Schliff besonders attraktiv für alle, die maximale visuelle Präsenz wünschen, ohne das Budget für ein höheres Karatgewicht aufbringen zu müssen.

Geschichte & Entstehung des royalen Navette Schliffs

Die Geschichte des Marquise Schliffs ist eng mit königlicher Romantik und französischer Hofkultur verwoben. Die Legende besagt, dass alles bei einem prunkvollen Maskenball im Schloss Versailles begann, wo König Ludwig XV. (1710–1774) der charmanten Jean Antoinette Poisson begegnete. Der König, dessen Großvater als Sonnenkönig in die Geschichte einging, war so hingerissen von ihr, dass er sie zu seiner Hauptmätresse machte und ihr den Titel Marquise de Pompadour verlieh. Ludwig XV. soll erklärt haben, dass ihre Lippen die perfektesten seien, die er je gesehen hatte. Um diese Schönheit zu verewigen, beauftragte der König einen königlichen Juwelier, eine Diamantform zu kreieren, die den sinnlichen Lippen der Marquise de Pompadour ähnelte – so entstand der Marquise-Schliff, auch Navette-Schliff genannt.

Diese romantische Herkunft verleiht dem Marquise Diamant bis heute eine besondere Symbolik. Die Form steht für Sinnlichkeit, königliche Eleganz und die Verbindung von Natur und Luxus. Im 18. Jahrhundert wurden Diamanten bereits in verschiedenen Formen geschliffen, doch die präzise Schliffform des Marquise, wie wir sie heute kennen, entwickelte sich erst im Laufe der Zeit. Mit zunehmendem Wissen über Lichtleistung und Facettenanordnung perfektionierten Diamantschleifer den Marquise-Schliff, sodass er heute mit seinen 56 bis 58 Facetten eine beeindruckende Brillanz erzeugt, die dem runden Brillanten in nichts nachsteht.

Der Marquise Schliff war jahrhundertelang in königlichen Kreisen bekannt und wurde vor allem in exklusiven Schmuckstücken des europäischen Adels verarbeitet. In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren erlebte die Form einen Boom und sickerte vom Luxussegment zum Mainstream durch. Besonders in Verlobungsringen wurde der Marquise Schliff so beliebt, dass er zeitweise als "der Diamant meiner Mutter" galt, was jüngere Käufer zunächst abschreckte. Doch moderne Käufer haben einen frischen Blick auf diesen zeitlosen Stein geworfen, und der Marquise-Schliff erlebt derzeit ein beeindruckendes Revival. Prominente wie Victoria Beckham, Catherine Zeta-Jones, Ashlee Simpson und Selena Gomez tragen beeindruckende Verlobungsringe mit Marquise Diamanten, was die Form wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt hat.

Die Herkunft von Diamanten spielt heute eine immer wichtigere Rolle, und viele Juweliere legen großen Wert auf ethisch einwandfreie Quellen. Diamantzertifikate von renommierten Laboren wie GIA, HRD oder IGI garantieren nicht nur die Diamantqualität, sondern auch, dass die Steine aus legalen Quellen stammen, die nicht zur Finanzierung von Konflikten beitragen. Besonders in Städten wie Antwerpen, dem traditionellen Zentrum des Diamanthandels, wird großer Wert auf Transparenz und die Herkunft von Diamanten gelegt.

Vor- und Nachteile von Marquise-Schliff Diamantformen

Der Marquise Schliff ist eine attraktiven Wahl für hochwertigen Diamantschmuck. Sein größter Pluspunkt liegt in der optischen Wirkung: Durch die längliche Form und die spitzen Enden erscheint ein Marquise Diamant bei gleichem Karatgewicht größer als ein runder Diamant – tatsächlich etwa 15 Prozent größer in der Face-up-Oberfläche. Dies macht ihn besonders attraktiv für alle, die ein beeindruckendes Schmuckstück mit maximaler visueller Präsenz wünschen, ohne das Budget für ein höheres Karatgewicht aufbringen zu müssen. Die längliche Form besonders wirkt zudem fingerverlängernd und lässt die Hand schlanker und eleganter erscheinen – ein geschätzter Effekt bei Verlobungsringen und Eheringen.

Ein weiterer Vorteil ist die einzigartige Brillanz des Marquise-Schliffs. Mit seinen 56 bis 58 Facetten reflektiert der Stein das Licht intensiv und erzeugt ein funkelndes Spiel, das dem klassischen runden Brillanten in nichts nachsteht. Die Form wirkt zudem außergewöhnlich und auffällig, was sie zur perfekten Wahl für alle macht, die ein Statement-Schmuckstück suchen. Die königliche Herkunft des Marquise-Schliffs verleiht ihm zudem eine romantische und historische Bedeutung, die ihn von anderen Diamantformen abhebt.

Auch preislich ist der Marquise-Schliff attraktiv: Diamanten in dieser Form sind in der Regel günstiger als runde Brillanten mit gleichem Karatgewicht, da die längliche Form weniger Materialverlust beim Schleifen bedeutet. Dies macht den Marquisen Schliff zu einer wirtschaftlich klugen Wahl für alle, die Wert auf Größe und Brillanz legen, ohne das Budget zu sprengen. Zudem ist der Marquise-Schliff vielseitig kombinierbar.

Dennoch hat der Marquise-Schliff auch einige Nachteile, die beim Kauf beachtet werden sollten. Die spitzen Enden sind zerbrechlich und anfällig für Absplitterungen, weshalb sie durch eine schützende Fassung – idealerweise mit V-förmigen Krappen – gesichert werden müssen. Ein weiteres Phänomen, auf das beim Marquise-Schliff geachtet werden muss, ist der sogenannte Bow-Tie-Effekt. Dabei entsteht ein dunkler, schmetterlingsförmiger Schatten quer durch die Mitte des Steins, wenn das Licht nicht optimal durch die Facetten reflektiert wird. Jeder Marquise Diamant weist diesen Effekt in gewissem Maße auf, doch bei gut proportionierten Steinen ist er kaum sichtbar. Die Schliffqualität eines Marquise ist daher entscheidend – eine präzise Symmetrie und ausgewogene Proportionen minimieren den Bow-Tie-Effekt und maximieren die Brillanz. Daher ist es wichtig, die Schliffqualität eines Marquise genau zu prüfen und nur Steine mit guter bis ausgezeichneter Proportion zu wählen.

Auch die Symmetrie spielt eine entscheidende Rolle: Die längliche Form des Marquise-Schliffs macht Asymmetrien besonders auffällig. Ein asymmetrischer Stein kann ungleichmäßig oder verzerrt wirken, weshalb eine präzise Verarbeitung entscheidend ist. Zudem zeigt der Marquise-Schliff Farbnuancen stärker als runde Diamanten, insbesondere an den spitzen Enden. 

Die Form des Diamanten erfordert zudem besondere Aufmerksamkeit bei der Bewertung der Reinheit. Während die vielen Facetten kleinere Einschlüsse kaschieren können, fallen Unreinheiten in der Nähe der Seiten weniger auf als solche im Zentrum des Steins. Experten empfehlen, bei Marquise Diamanten auf eine Reinheit zwischen IF und SI2 zu achten, wobei augenreine SI1-Diamanten durchaus eine gute Wahl sein können, sofern die Einschlüsse nicht zentral liegen. Auch bei der Farbe zeigt der Marquise-Schliff Besonderheiten: Die spitzen Enden neigen dazu, Farbnuancen stärker zu betonen als die Mitte des Steins. Daher wird empfohlen, bei Fassungen aus Platin oder Weißgold einen Farbgrad von H oder besser zu wählen, während bei Gelb- oder Roségold auch ein K-farbiger Diamant noch farblos wirken kann, da das Metall einen Teil der Farbe reflektiert

Wie kommt der Marquise-Schliff am besten im Schmuck zur Geltung?

Seitenansicht gelbgoldener Ehering mit Labor Diamanten im Marquise Schliff in KRappenfassung

Der Marquise-Schliff entfaltet seine volle Wirkung vor allem in Verlobungsringen, wo er als Solitär im Mittelpunkt steht und die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die längliche Form des Steins harmoniert perfekt mit eleganten Fassungen, die den Diamanten schützen und gleichzeitig seine einzigartige Silhouette betonen. Besonders beliebt ist die klassische Krappenfassung mit V-förmigen Krappen, die die empfindlichen spitzen Enden sicher umschließen und vor Beschädigungen schützen. Diese Fassung maximiert die Brillanz, da viel Licht von allen Seiten in den Stein eindringen kann, und lässt den Marquise Diamant größer erscheinen.

Zum Ring

Eine weitere glamouröse Option ist die Halo-Fassung, bei der ein Kranz aus kleineren Diamanten den Marquise-Schliff umrahmt. Diese Anordnung verstärkt die Brillanz des Hauptsteins und lässt ihn noch imposanter wirken – ein Design, das Catherine Zeta-Jones mit ihrem 10-Karat-Marquise-Ring mit Halo und Pavé-Besatz perfekt demonstriert. Wer es klassisch und zeitlos mag, wählt einen Solitär-Ring, bei dem der Marquise Diamant allein im Mittelpunkt steht und seine außergewöhnliche Form voll zur Geltung kommt. Vintage-inspirierte Designs mit Milgrain-Verzierungen, Gravuren oder seitlichen Akzentsteinen unterstreichen den historischen Charme des Marquise-Schliffs und verleihen dem Ring eine romantische Note.

Moderne Designs setzen zunehmend auf East-West-Fassungen, bei denen der Marquise-Schliff horizontal gesetzt wird. Diese unkonventionelle Anordnung verleiht dem Ring einen frischen, zeitgenössischen Look und ist perfekt für alle, die einen einzigartigen Stil bevorzugen. Auch in Drei-Stein-Ringen, bei denen der Marquise Diamant mit seitlichen Akzentsteinen wie Tropfen- oder Trapez-Diamanten kombiniert wird, kommt die Form besonders gut zur Geltung. Diese Anordnung symbolisiert Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und verleiht dem Verlobungsring eine tiefere Bedeutung.

zum Ring

Bei der Wahl des Metalls harmoniert der Marquise-Schliff sowohl mit Platin als auch mit Weißgold, Gelbgold oder Roségold. Platin und Weißgold verleihen dem Ring einen zeitlosen, eleganten Look und lassen die Brillanz des Diamanten unverfälscht strahlen. Gelbgold unterstreicht einen warmen, vintage-inspirierten Stil und verleiht dem Schmuckstück eine klassische Note, während Roségold einen romantischen, modernen Touch hinzufügt. Auch in Eheringen und Eternity-Ringen wird der Marquise-Schliff zunehmend verwendet. In diesen Designs werden mehrere Marquise Diamanten in einer Reihe angeordnet, was eine kontinuierliche, elegante Wirkung erzeugt und die längliche Form besonders betont.

Neben Verlobungsringen eignet sich der Marquise-Schliff auch hervorragend für Ohrringe, Anhänger und Armbänder. In Ohrringen betont die längliche Form die natürliche Halslinie und verleiht dem Gesicht eine elegante Silhouette, während ein Marquise Diamant als Anhänger an einer feinen Kette eine zeitlose Eleganz ausstrahlt. Wichtig ist, dass die Fassung die Proportionen des Steins respektiert und die Symmetrie unterstreicht. Ein gut gefasster Marquise Diamant wirkt ausgewogen und lässt die Form des Diamanten optimal zur Geltung kommen, ohne durch zu viel Metall oder eine unpassende Ringschiene abgelenkt zu werden.

Zum Piercing

Schon gewusst?

Der Marquise-Schliff hat durch seine spitz zulaufenden Enden den größten „Gesichts-zu-Karat“-Effekt aller Diamantschliffe – das bedeutet, er wirkt oft deutlich größer, als sein tatsächliches Karatgewicht vermuten lässt.

Häufig gestellte Fragen

Der Marquise-Schliff – auch Navette genannt – ist ein länglicher, spitz zulaufender Diamantschliff mit 56–58 Facetten, der für seine elegante, bootsähnliche Form bekannt ist.

Durch seine längliche Silhouette wirkt der Diamant größer als sein tatsächliches Karatgewicht und lässt Finger optisch schmaler und länger erscheinen.

Auf perfekte Symmetrie, gleichmäßig geformte Spitzen und einen möglichst dezenten Bow-Tie-Effekt achten. Abgesplitterte Spitzen sollten durch eine gute Krappenfassung geschützt werden.

Die beiden Spitzen gelten als anfälliger gegenüber Stößen; deshalb wird meist eine stabile Fassung mit schützenden Krappen empfohlen.

Ja, er ist eine hervorragende Wahl für alle, die einen auffälligen, romantisch-klassischen Look suchen und ein besonders elegantes, streckendes Design bevorzugen.

Krappenfassungen an den Spitzen oder Zargenfassungen sind ideal, um die empfindlichen Enden zu schützen und die Brillanz zu betonen.

Fazit: Der elegante Marquise Schliff für dein Schmuckstück 

Der Marquise-Schliff ist eine außergewöhnliche Wahl für alle, die königliche Eleganz mit moderner Brillanz verbinden möchten. Seine längliche Form mit den charakteristischen spitzen Enden lässt Diamanten größer wirken, verleiht den Fingern eine schlanke Silhouette und bietet eine faszinierende Alternative zu runden Brillanten. Mit seinen 56 bis 58 Facetten reflektiert der Marquise Diamant das Licht intensiv und erzeugt ein einzigartiges Funkeln, das jedes Schmuckstück – ob Verlobungsring, Solitär, Halo-Design oder Teil einer exklusiven Kollektion – zu einem echten Hingucker macht.

Wenn du dich für einen Diamanten im Marquise-Schliff entscheidest, solltest du auf eine gute Symmetrie, das richtige Länge-zu-Breite-Verhältnis zwischen 1,75 und 2,25 und eine hohe Reinheit achten. Die Schliffqualität eines Marquise ist entscheidend, um den Bow-Tie-Effekt zu minimieren und die Brillanz zu maximieren. Mit der passenden Fassung – ob V-Krappen für den Schutz der spitzen Enden, Halo für zusätzlichen Glamour oder East-West für einen modernen Look – kommt die einzigartige Form des Diamanten optimal zur Geltung und unterstreicht die natürliche Eleganz und Romantik dieses zeitlosen Schliffs.

Der Marquise-Schliff ist für alle, die Wert auf außergewöhnliche Brillanz, königliche Tradition und die perfekte Balance zwischen historischem Charme und zeitloser Moderne legen. Ob als Investition in Diamanten, als Herzstück eines Verlobungsrings oder als besonderes Schmuckstück für besondere Anlässe – der Marquise-Schliff vereint alles, was einen hochwertigen Diamantschmuck auszeichnet: Eleganz, Brillanz und eine faszinierende Geschichte, die ihn einzigartig macht.