Ovalschliff – Zeitlose Eleganz ovaler Diamanten
Der Ovalschliff gehört zu den zeitlosesten und elegantesten Diamantformen und erfreut sich besonders bei Verlobungsringen wachsender Beliebtheit. Diese längliche Form kombiniert die Brillanz des klassischen Brillantschliffs mit einer außergewöhnlichen, femininen Silhouette. Ovale Diamanten wirken durch ihre einzigartige Proportion größer als runde Diamanten mit gleichem Gewicht und verleihen dem Finger ein schlankes, längliches Erscheinungsbild. Ob als Solitär in einem Ring oder als Hauptstein in einer exklusiven Kollektion – der Ovalschliff vereint Schlichtheit mit spektakulärer Brillanz und macht jedes Schmuckstück zu etwas Besonderem.
Das Wichtigste auf einen Blick
Merkmale des Ovalschliffs - der ovale Diamant
Was macht den Ovalschliff zu der optimalen Diamantform für Verlobungsringe?
Erfahre mehrGeschichte & Entstehung des ovalen Steins für Diamantenringe
Erfahre dich darüber, wie ein russischer Diamantschleifer den Brillantschliff optimierte und modernisierte und welche Vorformen des Ovalschliffs es bereits davor gab.
Erfahre mehrVor- und Nachteile des Diamantrings im Ovalschliff
Finde heraus ob und warum diese Schlifform für dich oder deine Liebsten geeignet sein könnte.
Erfahre mehrWie kommt der Ovalschliff am besten im Schmuck zur Geltung?
Hier zeigen wir dir, wie vielfältig der Ovalschliff eingesetzt werden kann und wie er am besten zur Geltung kommt.
Erfahre mehrMerkmale des Ovalschliffs - der ovale Diamant
Der Ovalschliff zeichnet sich durch seine ellipsenförmige, ovale Form aus und zählt zu den modifizierten Brillantschliffen. Als solcher greift er wesentliche Elemente des klassischen Brillantschliffs auf und besteht typischerweise aus 58 Facetten – 32 auf der Krone und 24 auf dem Pavillon. Diese Facetten reflektieren das einfallende Licht optimal und erzeugen eine beeindruckende Brillanz, die dem oval geschliffenen Diamanten sein charakteristisches Funkeln verleiht.
Ein wesentliches Merkmal des Ovalschliffs ist sein ideales Länge-zu-Breite-Verhältnis, das zwischen 1,33 und 1,66 liegt. Optimal ist ein Verhältnis von etwa 1,5, bei dem die Länge des Steins das 1,5-fache seiner Breite beträgt. Diese Proportion sorgt für ein harmonisches, symmetrisches Erscheinungsbild und verhindert, dass der Stein zu länglich oder zu bauchig wirkt. Die längliche Form lässt den Diamanten bei gleichem Karatgewicht größer erscheinen als runde Diamanten – ein Effekt, der den Ovalschliff besonders für Verlobungsringe attraktiv macht.
Ein besonderes Phänomen, auf das beim Ovalschliff geachtet werden muss, ist der sogenannte "Bow-Tie-Effekt". Dabei entsteht ein dunkler, schmetterlingsförmiger Schatten in der Mitte des Steins, wenn das Licht nicht optimal durch die Facetten reflektiert wird. Durch präzise Proportionen und die richtige Tiefe des Pavillons lässt sich dieser Effekt minimieren, sodass der Stein gleichmäßig strahlt.
Die vielen Facetten des Ovalschliffs haben den Vorteil, dass sie kleinere Einschlüsse geschickt kaschieren können. Makel, die unter zehnfacher Vergrößerung sichtbar wären, werden durch die komplexe Facettenanordnung vertuscht, sodass der Stein insgesamt eine höhere Reinheit aufweist. Allerdings fallen Einschlüsse im Zentrum des Steins eher auf, da dort die Facetten größer sind.
Geschichte & Entstehung des ovalen Steins für Diamantenringe
Obwohl ovale Diamanten bereits im 18. und 19. Jahrhundert geschliffen wurden, entspricht die moderne Version des Ovalschliffs einer vergleichsweise jungen Entwicklung. Der Ovalschliff, wie wir ihn heute kennen, wurde am 16. Oktober 1957 unter dem Namen "Oval Elegance" der Weltöffentlichkeit präsentiert. Als Erfinder gilt der legendäre russische Diamantschleifer und Juwelier Lazare Kaplan (1883–1986), der in den frühen 1960er Jahren die perfekte Schliffform entwickelte.
Lazare Kaplan wurde durch einen Rohdiamanten mit natürlicher ovaler Gestalt inspiriert. Er erkannte, dass diese Form den geringstmöglichen Materialverlust beim Schleifen zur Folge haben würde – ein entscheidender wirtschaftlicher Vorteil bei der Verarbeitung wertvoller Rohdiamanten. Kaplan war bereits zu Lebzeiten eine Juwelierlegende, nicht nur wegen des Ovalschliffs, sondern auch wegen seiner einzigartigen Fähigkeit, Rohdiamanten mit einem präzisen Schlag entlang der Kristallfaser zu spalten. Dieser Prozess, bekannt als "Spaltung", ermöglichte es ihm, Steine, die als wertlos galten, in wunderschön geschliffene Diamanten zu verwandeln.
Allerdings gab es bereits vor Lazare Kaplan es ovale Diamanten. Ein berühmtes Beispiel ist der legendäre Koh-i-Noor-Diamant, ein 186 Karat schwerer weißer Edelstein aus Golkonda, Indien. Ursprünglich im indischen Schliff gehalten, wurde er 1852 zu einem ovalen Brillantschliff überarbeitet, um seine Brillanz zu steigern. Weitere berühmte ovale Diamanten sind der blaue Wittelsbacher Graff mit 31,06 Karat und der rosa Diamant Pink Star (Steinmetz Pink) mit beeindruckenden 56,60 Karat.
In den frühen Jahrhunderten wurden geschliffene Diamanten nicht nach ihrer Schliffform unterschieden, sondern einfach als "Brillanten" bezeichnet. Erst mit der systematischen Entwicklung der Gemmologie – der Lehre von der Verarbeitung und Verwendung von Edelsteinen – wurden verschiedene Schliffe präzise kategorisiert. Der Ovalschliff zählt heute zu den sogenannten "Fancy Cuts", einem Begriff, der alle Schliffe umfasst, die nicht dem klassischen Brillantschliff entsprechen.
Vor- und Nachteile des Diamantrings im Ovalschliff
Der Ovalschliff bietet zahlreiche Vorteile, die ihn zu einer beliebten Wahl für Diamantringe und Schmuckstücke machen. Sein größter Vorteil liegt in der optischen Wirkung: Durch die längliche Form erscheint ein oval geschliffener Diamant bei gleichem Karatgewicht größer als ein runder Diamant im Brillantschliff. Dies macht ihn besonders attraktiv für alle, die ein beeindruckendes Schmuckstück mit maximaler visueller Präsenz wünschen, ohne das Budget für ein höheres Karatgewicht aufbringen zu müssen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Eleganz und Schlichtheit des Designs. Der Ovalschliff verleiht Ringen eine feminine, zeitlose Ausstrahlung und lässt durch seine längliche Form die Finger schlanker und länger wirken – ein geschätzter Effekt bei Verlobungsringen. Zudem ist der Preis von Diamanten im Ovalschliff im Vergleich zu Brillanten mit gleichem Gewicht etwa 25 bis 28 Prozent geringer, was ihn zu einer wirtschaftlich attraktiven Alternative macht.
Die 58 Facetten sorgen für eine beeindruckende Brillanz, die der des klassischen Brillantschliffs in nichts nachsteht. Ovale Diamanten reflektieren das Licht intensiv und erzeugen ein funkelndes Spiel, das jedes Schmuckstück zum Hingucker macht. Darüber hinaus können die vielen Facetten kleinere Einschlüsse und Makel geschickt verbergen, sodass der Stein eine höhere wahrgenommene Reinheit erhält.
Dennoch hat der Ovalschliff auch einige Nachteile. Der bereits erwähnte Bow-Tie-Effekt kann auftreten, wenn die Proportionen nicht perfekt abgestimmt sind. Dieser dunkle Schatten im Zentrum mindert die Brillanz und sollte beim Kauf unbedingt überprüft werden. Zudem fallen Einschlüsse im Zentrum des Steins durch die größeren Facetten leichter auf, weshalb eine hohe Reinheit empfohlen wird. Experten raten, bei Diamanten im Ovalschliff auf Steine der Farbgraduierung D bis H zurückzugreifen, da gelbliche oder bläuliche Nuancen bei dieser Schliffform stärker sichtbar werden können.
Ein weiterer Punkt ist die Symmetrie: Die ovale Form erfordert präzise Handwerkskunst, um ein ausgewogenes Erscheinungsbild zu gewährleisten. Ist die Symmetrie nicht perfekt, kann der Stein ungleichmäßig oder verzerrt wirken.
Wie kommt der Ovalschliff am besten im Schmuck zur Geltung?
Auch als Seitensteine machen sich ovale Diamanten hervorragend. In Kombination mit einem runden Brillanten oder einem anderen Schliff setzen sie elegante Akzente und verleihen dem Ring zusätzliche Tiefe. Bei einigen klassischen Designs sitzt der Diamant erhöht auf sechs Krappen, welche die Eleganz des Ovalschliffs besonders zur Geltung bringen.
Wichtig ist, dass die Fassung die Proportionen des Steins respektiert und die Symmetrie unterstreicht. Ein gut gefasster ovaler Diamant wirkt ausgewogen und lässt die Form des Diamanten optimal zur Geltung kommen, ohne durch zu viel Metall oder eine unpassende Ringschiene abgelenkt zu werden.
Schon gewusst?
Ovale Diamanten besitzen meist keinen standardisierten Proportionsrahmen, anders als runde Brillanten. Dadurch hat jeder Oval-Schliff seinen ganz eigenen Charakter – von kurz und breit bis lang und schmal – was ihn zu einem der individuellsten Diamantschliffe überhaupt macht.
Häufig gestellte Fragen
Der Ovalschliff ist ein länglicher, brillantierter Schliff mit meist 56–58 Facetten, der die Brillanz eines runden Brillanten mit einer eleganten, gestreckten Form verbindet.
Er lässt den Diamanten größer wirken als sein tatsächliches Karatgewicht, erzeugt starke Brillanz und streckt optisch Finger und Hand.
Ja, der sogenannte Bow-Tie-Effekt – ein dunkler Schatten in der Mitte. Ein gut geschliffener Stein zeigt ihn nur dezent oder kaum sichtbar.
Ja, er ist sehr beliebt, da er glamourös wirkt, viel funkelt und gleichzeitig modern sowie zeitlos ist.
Beliebt sind Proportionen zwischen 1,30:1 und 1,45:1, da sie eine harmonische, ausgeglichene Form ergeben.
Eine Krappenfassung oder Zargenfassung schützt die Spitzen und betont gleichzeitig die Brillanz und die elegante Form des Steins.
Fazit: Der elegante Diamant für Verlobungsringe
Der Ovalschliff ist eine außergewöhnliche Wahl für dich, wenn du zeitlose Eleganz mit moderner Brillanz verbinden möchtest. Seine längliche Form lässt Diamanten größer erscheinen, verleiht den Fingern ein schlankes Aussehen und bietet eine faszinierende Alternative zum klassischen Brillantschliff. Mit seinen 58 Facetten reflektiert der oval geschliffene Diamant das Licht intensiv und erzeugt ein einzigartiges Funkeln, das jedes Schmuckstück – ob Verlobungsring, Solitär oder Teil einer exklusiven Kollektion – zu einem echten Hingucker macht.
Willst du dich für einen Diamanten im Ovalschliff entscheiden, solltest du auf eine gute Symmetrie, das richtige Länge-zu-Breite-Verhältnis und eine hohe Reinheit achten. Mit der passenden Fassung – ob Krappen, Halo oder Bezel – kommt die einzigartige Form des Diamanten optimal zur Geltung und unterstreicht die natürliche Eleganz und Schlichtheit dieses zeitlosen Schliffs.
Der Ovalschliff ist mehr als nur eine Diamantform – er ist ein Statement für alle, die Wert auf außergewöhnliche Brillanz, zeitloses Design und die perfekte Balance zwischen Tradition und Moderne legen.
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