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Der Rosenschliff – Antiker Diamant mit nostalgischem Funkeln und zeitloser Eleganz

Der Rosenschliff zählt zu den ältesten und romantischsten Formen des Diamantschliffs. Noch vor dem Altschliff entstanden, verkörpert der Rosenschliff Diamant mit seiner zarten Brillanz, der flachen Form und den charakteristischen Facetten die Handwerkskunst vergangener Jahrhunderte und verleiht Schmuckstücken einen unverwechselbaren Vintage-Charme.

Das Wichtigste auf einen Blick

An diesen Merkmalen kann du den Rosenschliff erkennen

Unterscheide den Rosenschliff von anderen runden Schliffformen.

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Die Geschichte und Herkunft vom Rosenschliff Diamant

Entdecke die geschichtliche Entwicklung und die Herkunft des Rosenschliffs – von seinen frühesten Anfängen bis zu seiner Bedeutung in der historischen Schmuckkunst.

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Schlifftechnik und Proportionen des Diamantschliffs

Lerne wie die spezielle Schlifftechnik und die charakteristischen Proportionen eines Diamantschliffs entstehen und welchen Einfluss sie auf Brillanz, Form und Gesamtwirkung des Steins haben.

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Varianten des Rosenschliffs

Hier werden die verschiedenen Varianten des Rosenschliffs vorgestellt und erklärt, wie sie sich in Facettenzahl, Form und optischer Wirkung voneinander unterscheiden.

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An diesen Merkmalen kann du den Rosenschliff erkennen

Der Rosenschliff ist eine historische Form des Diamantschliffs, bei der der Stein nicht wie beim modernen Brilliantschliff als voller Rundbrillant mit einer großen Tafel und 58 Facetten gearbeitet wird, sondern flacher und mit einer charakteristischen Kuppel aus dreieckigen Facetten versehen ist. Sein Erscheinungsbild soll am das einer Rose mit ihren vielen Rosenblättern erinnern, was dem Diamantschliff auch seinen Namen gab. Typisch für viele Rosenschliffe ist eine geringe Höhe des Oberkörpers und eine verhältnismäßig große Fläche der Tafel-Umrandung. Die Anzahl der Facetten variiert je nach Variante (bei klassischen Ausführungen werden oft um die 24 Facetten gezählt). Durch diese Facettierung entsteht ein sanftes, zurückhaltendes Funkeln statt der intensiven Brillanz moderner Schliffe, wodurch der Rosenschliff besonders in antikem und vintage-Schmuck geschätzt wird. 

Die Geschichte und Herkunft vom Rosenschliff Diamant

Der Rosenschliff gehört zu den älteren Schliffformen der Diamantbearbeitung  und wurde bereits in den alten Handelshäfen Hollands Ende des 16. Jahrhunderts angewandt. Varianten wie die „Volle Holländische Rose“ oder die „Doppelte Holländische Rose“ zeugen von regionalen Traditionen und Unterschieden in der Schleifkunst. Seine Blütezeit erfuhr der Rosenschliff im georgianischen und viktorianischen Zeitalter. Häufig fanden die Diamanten in diesen Epochen in Schmuckstücken der gehobenen Gesellschaft Verwendung, etwa in Ringen, Anhängern, Diademen oder Broschen. Bis ins 18. und 19. Jahrhundert war dieses Verfahren eine von mehreren gängigen Schliffformen, bevor später komplexere Diamantschliffe wie der Brillantschliff an Bedeutung gewannen. 

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Schlifftechnik und Proportionen des Diamantschliffs

Beim Rosenschliff wird der Rohstein so geschliffen, dass die Oberseite aus einer Tafel und zahlreichen, symmetrisch angeordneten Dreiecks- oder Rauten-Facetten besteht. Der Unterteil bleibt flach und die Kalette spielt hier meist keine Rolle wie bei Spitzen-betonten Schliffen, beispielsweise beim Brillant. Das Verfahren des Rosenschliffs unterscheidet sich dadurch deutlich vom modernen Diamantschliff-Verfahren. Statt möglichst viel Licht in Form von Brillanz zurückzuwerfen, wird durch die geometrische Anordnung der Facetten ein warmes, facettenreiches Spiel erzeugt, das seine Wirkung besonders bei Kerzenlicht oder diffusem Licht entfaltet. Proportionen wie Durchmesser zur Höhe und die Fläche der Tafel sind beim Rosenschliff oft anders gewählt als beim Brillantschliff, deshalb wirken Rosenschliffe flacher und breiter. 

Varianten des Rosenschliffs

Auch hier gibt es wegen der langen Entstehungsgeschichte und Verbreitung Westeuropas verschiedene Varianten des Schliffs. Der klassische Rosenschliff besteht aus zwölf oder 24 Facetten, die auf eine mittige Kuppel zulaufen und ohne Pavillon oder Rundiste gearbeitet sind. Eine feinere Variante stellt die Antwerpener Rose dar, die durch eine Kombination aus dreieckigen und trapezförmigen Facetten ein geometrisches, an eine Bienenwabe erinnerndes Muster zeigt. Schlichter ist dagegen die Holländische Rose, die mit nur sechs bis zwölf Facetten auskommt und dadurch flacher wirkt sowie weniger Brillanz zeigt, aber ihren besonderen antiken Charakter bewahrt.

Unser Tipp:

Beim Rosenschliff lohnt es sich, auf eine gleichmäßige Anordnung der dreieckigen Facetten und eine möglichst symmetrische Kuppelform zu achten – je präziser diese gestaltet sind, desto schöner entfaltet der Stein seinen zarten, vintagehaften Glanz.

Einsatz des Steins in Schmuck - Kombination mit alten und modernen Formen

Der Rosenschliff wirkt besonders in Ringen und Solitär-Fassungen sehr charmant. In alten Verlobungsringen oder in filigran verarbeiteten Schmuckstücken betont er deren nostalgischen Charakter. In Kombination mit Gold, Weißgold oder Platin entsteht ein harmonisches Bild, das Vintage-Schmuck-Liebhaber anspricht. Da Rosenschliffe eine andere Fläche und Durchmesser-Wirkung haben, sollte beim Fassen (beispielsweise bei der Krappenfassung) auf die Proportionen geachtet werden, damit der Stein symmetrisch sitzt und seine Facetten optimal zur Geltung kommen. 

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Vor- und Nachteile der Rosenschliffe

Der Rosenschliffs überzeugt mit seiner historischen Aura. Er verleiht Schmuckstücken einen besonderen, antiken Look und kommt ohne die „kalte“ Brillanz moderner Brillantschliffs aus. Rosenschliffe können in alten Schmuckstücken leichter zu erkennen sein und sind oft leichter zu erhalten, weil weniger Material für sehr tiefe Pavillons entfernt wurde.

Im Vergleich zu anderen Schliffen hat er jedoch eine geringere Brillanz. Viele Käufer bevorzugen die moderne, funkelnde Optik eines Brillanten. Außerdem variiert die Anzahl der Facetten und die Symmetrie stark je nach Qualität des Diamantschleifers, sodass erkennbar gute Rosenschliffe seltener sind. 

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Häufig gestellte Fragen

Der Rosenschliff ist ein historischer Diamantschliff mit einer flachen Unterseite und einer kuppelartigen Oberseite aus dreieckigen Facetten – er erinnert an die Form einer Rosenknospe.

Da der Stein keine facettierte Unterseite (Pavillon) hat, entsteht weniger Lichtreflexion. Statt intensiver Brillanz zeigt er ein sanftes, romantisches Glitzern.

Ja. Er ist deutlich seltener als moderne Brillantschliffe, da er hauptsächlich in historischen Schmuckstücken und bei spezialisierten Juwelieren vorkommt.

Er ist ideal für Vintage-, Boho- und antik inspirierte Designs, da er eine nostalgische, weiche Optik vermittelt.

Für Liebhaber antiker Ästhetik auf jeden Fall. Wer jedoch maximale Brillanz erwartet, sollte eher zu Brillant-, Oval- oder Cushion-Schliffen greifen.

Im Vergleich zu Brillanten ist der Rosenschliff flacher, besitzt weniger Facetten und reflektiert das Licht sanft, was ihm einen romantischen, altmodischen Charme verleiht.

Fazit

Zusammengefasst ist der Rosenschliff eine eigenständige, historische Variante unter den Diamantschliffen: ein flacher, facettierter Stein, der mit seiner rauten- oder rosettenartigen Form und den typischen Facetten eine weiche, nostalgische Ausstrahlung bietet. Für Liebhaber von Antik- und Vintage-Schmuck ist er eine reizvolle Alternative zum modernen Brillantschliff, besonders wenn es um authentische, alte Ringe und Schmuckstücke geht. Wer Rosenschliffe kaufen oder erkennen möchte, sollte auf Proportionen, Anzahl der Facetten (z. B. klassische Varianten mit rund 24 Facetten), Tafel-Fläche und die Art der Fassung achten und im Zweifel einen erfahrenen Edelsteinschleifer oder Juwelier zu Rate ziehen.