Zum Inhalt springen

Asscher Schliff Diamant - der quadratische Diamant 

Setzt du weniger auf intensives Funkeln, sondern bevorzugst eine klare, strukturierte Eleganz deines Schmucks, dann passt der Asscher-Schliff zu dir. Er gilt als eine der edelsten und raffiniertesten Schliffformen in der Welt der Diamanten, da er die Eleganz des Smaragdschliffs (Emerald Cut) mit der funkelnden Tiefe eines Brillanten vereint. Der Asscher Cut, häufig auch als „Square Emerald Cut“ bezeichnet, verbindet ein klares, geometrisches Erscheinungsbild mit seiner quadratischen Form, den geschliffenen Ecken und der beeindruckenden optischen Tiefe, mit historischer Bedeutung. Er steht für zeitlose Klasse, präzise Handwerkskunst und ein unverwechselbares Lichtspiel. Dieser Diamantschliff ist nicht nur eine optische Wahl, sondern eine bewusste Entscheidung für Stil, Reinheit und architektonische Ästhetik. Mit seinen perfekten Proportionenpasst er perfekt in Verlobungsringe, edlen Diamantschmuck oder als Solitär, dezent, aber dennoch strahlend.

Das wichtigste auf einen Blick

Merkmale des funkelnden Diamanten im Asscher Schliff

Wir verraten dir, was den Schliff ausmacht und wie er entsteht.

Erfahre mehr arrow-down

Die 6 Steps zum Schliff

Erfahre mehr über die Entstehung des Asscherschliffs.

Erfahre mehr arrow-down

Die Geschichte und Herkunft des Asscher Diamanten - Ein funkeldes Schmuckstück mit viel Tradition 

Erfahre mehr über die Herkunft des Schliffs.

Erfahre mehr arrow-down

Vor- und Nachteile des quadratischen Diamanten

Finde heraus ob dieser Schliff zu dir passt, indem du Pro und Contra abwägst.

Erfahre mehr arrow-down

Merkmale des funkelnden Diamanten im Asscher Schliff

Der Asscher Cut Diamant ist quadratisch mit abgeschrägten Ecken und einer präzise angelegten Tafel (Table), die tief in den Pavillon führt. Typischerweise besitzt ein Asscher-Diamant 58 oder 74 Facetten, die in mehreren Stufen (Step Cuts) angeordnet sind. Dadurch entsteht eine außergewöhnliche optische Tiefe, die an ein „endloses Treppenhaus“ erinnert und ein Lichtspiel, das Licht aus jedem Winkel einfängt und in gleichmäßigen Reflexionen wiedergibt. Dadurch entsteht der charakteristische „Hall of Mirrors“-Effekt. Im Vergleich zum Smaragdschliff (Emerald Cut) wirkt ein Asscher-Schliff-Diamant quadratischer und zeigt mehr Brillanz und Funkeln, während der Smaragdschliff flächiger und ruhiger erscheint. Diese Schliffform betont besonders die Reinheit des Steins, wobei Einschlüsse oder Unregelmäßigkeiten durch die große, offene Tafel leichter sichtbar, weshalb eine hohe Reinheit zu empfehlen ist. Sein rechteckiger Diamantkörper mit idealer Symmetrie, abgestuften Facetten und exzellenter Politur erzeugt ein atemberaubend klares Erscheinungsbild. Die Krone des Steins ist höher als bei den meisten anderen Diamantschliffen, was die Tiefe und den Glanz zusätzlich verstärkt.

herstellung

Um diesen perfekt geschliffenen Diamanten gibt es verschiedene Steps in der Entstehung: 

Schritt 1: Obduktion des Rohdiamanten

Zunächst wird der Rohdiamant sorgfältig untersucht. Der Schleifer analysiert die natürliche Kristallstruktur, die Lage der Einschlüsse und die Form des Steins, um den optimalen Schliffwinkel und Materialerhalt zu bestimmen. Dann wird der Rohdiamant so ausgerichtet, dass seine Kristallstruktur mit den geplanten Facetten übereinstimmt.

Schritt 2: Proportionen

Beim Ausrichten ist entscheidend, welche Proportionen der Stein haben soll, meist wird er ein nahezu perfektes Quadrat mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von etwa 1,00.

Schritt 3: Formen 

In diesem Schritt wird der Rohdiamant durch Spalten oder Sägen in eine quadratische Grundform gebracht. Dadurch entsteht die Basis für den späteren Asscher Cut.

Schritt 4: Facettieren

In der nächsten Phase trägt der Schleifer zunächst große Facetten an Krone und Pavillon ab, die in mehreren Ebenen parallel angeordnet werden, daher die Bezeichnung Step Cut oder Treppenschliff. Anschließend werden kleinere Facetten präzise hinzugefügt, um die typische „Hall of Mirrors“-Wirkung zu erzeugen. Zum Schluss werden die Ecken leicht abgeschrägt und die Symmetrie perfektioniert, sodass der Diamant seine charakteristische, nahezu achteckige Form erhält.

polieren eines diamanten

Schritt 5: Polieren

Zum Abschluss werden alle Facetten auf Hochglanz poliert. Dabei kommt die außergewöhnliche Klarheit und Reinheit des Steins zur Geltung, während der Flächenglanz (Luster) maximiert wird.

Schritt 6: Qualitätskontrolle

Nach der Politur wird der fertig geschliffene Asscher Cut Diamant auf Schliffqualität, Symmetrie, Reinheit und Proportion geprüft. Anschließend erhält er ein entsprechendes Diamantzertifikat, etwa von GIA, HRD oder IGI. 

Die moderne Variante, der Royal Asscher Cut, besitzt 74 Facetten statt 58.
Dadurch wird das Licht noch intensiver reflektiert.

Die Geschichte und Herkunft des Asscher Diamanten - Ein funkeldes Schmuckstück mit viel Tradition 

Die Geschichte des Asscher Cut beginnt im Jahr 1902, als sich die niederländischen Edelsteinschleifer Joseph und Abraham Asscher von der Firma Royal Asscher Diamond Company in Amsterdam eine neuartige quadratische Schliffform mit abgeschrägten Ecken vorstellten. Bereits 1854 hatte ihr Vater, Isaac Joseph Asscher, die Firma gegründet, die sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer der führenden Diamantschleifereien weltweit entwickelte. Die Gebrüder Asscher nutzten die damalige Rohdiamant-Geometrie (z. B. oktaedrische Kristallformen) geschickt, indem sie eine Schliffform entwickelten, die sowohl maximale Materialausbeute als auch markante Optik ermöglichte. Ihre Kreation war viereckig im Umriss, aber mit abgeplatteten Ecken, ein Design zwischen dem rechteckigen Smaragdschliff und klassischeren Formen. Diese Form wurde erfolgreich patentiert und wurde damit der erste patentierte Diamantschliff der Geschichte.

In den folgenden Jahren gewann der Asscher Cut insbesondere in der Ära des Art Déco (1920er bis 1930er Jahre) an Popularität. Das Design mit seinen klaren Linien, der geometrischen Struktur und der markanten Krone und Tafel passte hervorragend zu den architektonischen Schmuckästhetiken dieser Zeit.
Ein historischer Höhepunkt war die Beteiligung der Asscher-Familie beim Schleifen des weltberühmten Cullinan Diamond im Jahr 1908. Mit einem Gewicht von 3 106 Karat war der Rohdiamant damals der größte jemals gefundene. Joseph Asscher wurde mit der Aufgabe betraut, den Stein präzise zu spalten und zu schleifen, eine Herausforderung, die enorme Präzision forderte. 
Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs erlitt die Firma drastische Rückschläge. Die Niederlage der Niederlande und die Nazi-Besetzung führten zur Beschlagnahmung der Fabrik, Verhaftung vieler Familienmitglieder und Zerstörung von Produktionsmitteln. Nur wenige Mitglieder kehrten zurück und die Firma musste nach dem Krieg neu aufgebaut werden. 
Im Jahr 2001 führte die Familie Asscher die modernisierte Variante ein, den "Royal Asscher Cut". Dieser Asscherschliff mit 74 Facetten, baute  auf dem Originaldesign des Asscher Cut auf und erzeugte eine noch intensivere Lichtwirkung. 

Heute gilt der Asscher Cut als Klassiker unter den Diamantschliffen: Er verbindet einzigartige Schliffqualität, historische Bedeutung und moderne Ästhetik. Wer einen Asscher-Schliff-Diamanten wählt, greift somit auf eine über hundertjährige Schleiftradition kombiniert mit eleganter Klarheit und präziser Proportion zurück.

Entdecke Schmuck in besonderen Designs von Pukka Berlin 

Vor- und Nachteile des quadratischen Diamanten

Besonders bei Liebhabern vintage-inspirierter Schmuckstücke macht sich Asscher Diamant beliebt. Durch seine präzisen Facetten und die symmetrische Form erzeugt er ein hypnotisches Lichtspiel, das weniger glitzernd als ein Brillantschliff ist, dafür allerdings eine  Brillanz von unglaublicher Tiefe und Struktur schafft. Der Schliff betont die Reinheit und Farbqualität des Diamanten, wodurch er ideal für hochwertige Steine mit exzellenter Politur und Farbqualität ist. Zudem wirkt der Asscher Cut Diamant dank seiner quadratischen Form und klaren Linien zeitlos und elegant.

Wie zuvor erwähnt, führt die große Tafel und die transparenten Step Cuts dazu, dass Einschlüsse und Unreinheiten leichter sichtbar sind, insbesondere bei Diamanten niedriger Reinheit. Daher wird empfohlen, beim Kauf auf Diamantzertifikate und mindestens eine VS2 Reinheit zu achten. Auch in Bezug auf Farbe sollte man tendenziell eine höhere Qualitätsstufe wählen (z. B. G oder besser), da der Asscher-Schnitt Farbnuancen stärker hervorhebt als brillantere Schliffe.

Büro und Vitrine mit Schmuckstücke

Du hast die Ringgröße ermittelt und möchtest jetzt den perfekten Ring finden?

Egal ob für dich, als Geschenk oder der Verlobungsring für den Partner - in einem persönlichen Beratungsgespräch vor Ort oder virtuell beraten wir dich zu den verschiedensten Materialien und Designs. Dabei hast du bei Pukka Berlin zusätzlich die Möglichkeit zwischen natürlichen und im Labor kultivierten Diamanten zu wählen.

Mache jetzt einen Termin

Fazit: Der royal Asscher 

Der Asscher Cut ist ein Meisterwerk der Diamantschleifkunst, der klassisches Design, historische Bedeutung und zeitlose Eleganz vereint. Er kombiniert die klaren Linien des Smaragdschliffs mit einem intensiveren Funkeln und unvergleichlicher Symmetrie. Wer einen Diamanten sucht, der durch Präzision, Tiefe und einzigartige Lichtreflexe besticht, findet im Asscher-Schnitt eine perfekte Wahl.

Der Asscher-Schliff ist ein quadratischer Stufenschliff mit abgeschnittenen Ecken und einer tiefen, klaren Struktur, die an einen kleinen Hall-of-Mirrors-Effekt erinnert.

Er zeigt starke Klarheit, geometrische Linien und eine markante Tiefenwirkung – weniger Funkeln, dafür elegante, klare Lichtreflexe.

Auf eine sehr hohe Reinheit (da Einschlüsse leichter sichtbar sind), gute Symmetrie und ein ausgewogenes Längen-Breiten-Verhältnis für eine harmonische quadratische Form.

Die Ecken sind etwas anfälliger als beim runden Brillant, doch eine gute Fassung – meist mit schützenden Krappen – minimiert das Risiko.

Ideal für Verlobungsringe und Art-déco-inspirierte Designs, bei denen klare Linien, Vintage-Flair und architektonische Eleganz im Vordergrund stehen.

Sie werden häufig in Krappenfassungen, Zargenfassungen oder Halo-Ringen gefasst, um die klaren Linien zu betonen und den Stein sicher zu halten.